Die neue Reihe der Schlosskonzerte verspricht fünf außergewöhnliche Musikabende

Mit vier Harfen um die Welt

Das neue Programm für die Schlosskonzert-Reihe im Sommer 2014 wird vom Volksbildungsring präsentiert. Von links: Bernd Zaloga, Horst Schwarze, der künstlerische Leiter Rainer W. Böttcher und Wilhelm Schmidt. Foto: Elmar Schulten

Bad Arolsen - In der 63. Saison der Arolser Schlosskonzerte lautet das Motto „Reisen“: Die Musiker nehmen ihre Zuhörer mit auf fünf musikalische Reisen - fast einmal rund um die Welt.

Die Reihe der Schlosskonzerte lebt zum einen von ihrem in der Region einmaligen Konzertsaal, ideal geeignet für klein besetzte Kammermusik. Zum anderen werden die Schlosskonzerte seit einigen Jahren mit geprägt durch den Hessischen Rundfunk, der Konzerte mitschneidet und ausstrahlt und damit den Bekanntheitsgrad der Waldeckischen Kulturhauptstadt weiter steigert.

Eröffnet werden die Schlosskonzerte am Pfingstsonntag, 8. Juni, vom Rheingold-Trio, einem jungen Ensemble, das vom Deutschen Musikrat gefördert wird. Die drei Musiker, Klarinette, Fagott und Klavier, haben Werke von Bach, Beethoven, Schumann, Brahms und Berg im Gepäck.

Das zweite Schlosskonzert am Sonntag, 6. Juli, ist als eine Saxophonreise durch das Jahrhundert angelegt. Das Rin-Trio, zwei Saxophone und ein Klavier, präsentiert Werke von Poulenc, Hindemith, Ravel und Piazzolla und überschreitet dabei die Grenze zwischen E- und U-Musik.

Piazzollas „Vier Jahreszeiten in Buenos Aires“ ist auch eine musikalische Antwort auf das gleichnamige Stück von Antonio Vivaldi.

Der Spartensender „hr2 kultur“ präsentiert das dritte Schlosskonzert am 20. Juli. Hier werden der in Arolsen öfter gehörte Ulf Schneider (Violine) und Stephan Imrode (Klavier) unter dem Titel „Französische Impressionen“ Werke von Pauline Viardot, Claude Debussy und Francis Poulenc aufführen.

Weithin unbekannte Schätze hat der Cellist Raffi Geliboluoglu aufgespürt. Sein Programm, das er am 7. September gemeinsam mit der Pianistin Lynn Schneider aufführt, beinhaltet Raritäten der Romantik, die nach Meinung der Veranstalter zu Unrecht in Vergessenheit gerieten. Selbst die Namen der Komponisten sind nur wenig bekannt. Die Moderation übernimmt Susanne Schaeffer vom Hessischen Rundfunk.

Das Abschlusskonzert verspricht mit seiner ungewöhnlichen Besetzung zu einem besonderen Höhepunkt der Konzertreihe zu werden: Das Quartett Arparlando lädt ein: „Mit vier Harfen um die Welt“. Die hierfür ausgesuchten Werke von Händel, Vivaldi, Liszt, Tschaikowsky, Debussy, Bizet und Albéniz werden von den vier Harfenistinnen eigens für ihren Auftritt in Bad Arolsen für vier Harfen neu arrangiert.

Alle fünf Konzerte sind besonders günstig im Abonnement zu besuchen: Der Abonnent zahlt nur den Preis von vier Konzerten, in der besten Kategorie 102,50 Euro, 71,50 Euro in der dritten Kategorie. Etwa die Hälfte kostet das Jugendabo. Weitere Rabatte gibt es für Mitglieder des Volksbildungsrings. Bis Anfang April vermittelt Wilhelm Schmidt, Telefon 05691/2567, ausschließlich Abonnements. Erst danach gehen die restlichen Karten in den freien Verkauf, unter anderem in den Geschäftsstellen von WLZ und FZ.

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