Bauantrag für 40-Millionen-Invesition wird kurzfristig eingereicht

Volkswagen setzt auf Volkmarsen

Viel Platz für viele kleine und große Ersatzteile: Am Stadtrand von Volkmarsen soll eine weitere Halle für Volkswagen-Originalteile entstehen. Der Bauantrag soll schon in den nächsten Tagen eingereicht werden. Foto: Elmar Schulten

Volkmarsen - Der Bahnanschluss war für Volkswagen ausschlaggebend: Die Firma Rudolph Logistik will noch in diesem Jahr mit dem Bau einer zweiten großen Logistikhalle am Ortsrand von Volkmarsen beginnen.

Rund 40 Millionen Euro wird die neue Halle kosten und mit 90000 Quadratmetern zuzüglich 15000 Quadratmetern Freifläche fast doppelt so groß werden wie die im Juni 2012 bezogene Logistikhalle.

Damit wird deutlich, was Volkswagen seinerzeit mit der Aussage meinte: „Volkmarsen ist für uns ein strategischer Standort.“

Eine zweistrangige Gleisanlage ist zentrales Detail der Planungen. Das vorhandene Gleis wurde zwar bisher noch nicht benutzt. Das liegt aber nach Aussage von Rudolph-Geschäftsleiter Reinhard Braun an den laufenden Preisverhandlungen mit der Bahn-Tochter Schenker. Es bleibe nach wie vor Ziel, einen Großteil des Warenverkehrs nach und von Volkmarsen über die Schiene abzuwickeln.

Bei den Routen der Lkw-Touren wolle man den Wünschen der Bürgermeister aus Volkmarsen und Bad Arolsen folgen, heißt es in einem Schreiben von Volkswagen.

Im Vorgriff und in Hoffnung auf diese Unternehmensentscheidung haben die Gremien der Stadt Volkmarsen im vergangenen Jahr alles getan, um das Baurecht für eine Verdreifachung der vorhandenen Logistikfläche zu schaffen. Damit verbunden ist die Hoffnung auf zusätzliche Arbeitsplätze.

Im Vorfeld der Entscheidung war in Volkmarsen Kritik laut geworden, weil die erhofften Beschäftigtenzahlen bei der ersten Halle bislang nicht erreicht wurden. Derzeit sind für Rudolph Logistik am Standort Volkmarsen rund 30 Mitarbeiter im Einsatz.

Gestern hieß es, in der neuen Halle würden 66 operativ gewerbliche und zwölf kaufmännische Mitarbeiter benötigt.

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