Volles Bürgerhaus für Peter-Pan-Inszenierung

Ausflug nach Nimmerland

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Peter Pan, Tinkerbell und Freundin Wendy sind bereit zu neuen Abenteuern.

Bad Arolsen. Peter Pan will lieber Abenteuer erleben, als erwachsen zu sein. Den kleinen und großen Zuschauern im Bürgerhaus kam das in den ausklingenden Weihnachtsferien grade recht. Bis in die hinterste Reihe war der große Saal besetzt, um die Geschichte des Jungen aus Nimmerland in einer Musicalfassung des Tournee-Theaters Liberi zu sehen.

Peter, Tinkerbell und ihren Freunden haben die Komponisten Christian Becker und Christoph Kloppenburg originelle Songs auf den Leib geschneidert. Ganz gleich ob Hausaufgaben oder ein schlechtes Spielergebnis: „Peter ist schuld“ verkündete etwa dessen Erzfeind, der miesepetrige Pirat Käpt´n Hook, der kaum minder aufgetakelt wie ein Bruder Johnny Depps in „Fluch der Karibik“ daherkommt.

Spaß machte auch die Fee Tinkerbell, die das Theater mal in Form eines Lichts oder als launische Diva präsentiert, die ihren Peter partout mit niemandem teilen will. Peters neue Freundin Wendy muss dem Helden sogar seinen Schatten annähen, eine Aktion, bei er der Peter wieder zum kleinen Jungen wird. Meist kümmert es den Titelhelden aber herzlich wenig, was um ihn herum vorgeht.

Er organisiert mit dem Mädchen Wendy eine Mutter für seine Freunde und führt Käpt´n Hook am liebsten den lieben langen Tag an der Nase herum. Mit viel Situationskomik hatten dabei schon die Kleinsten viel zu lachen. Ein Erzähler, der die Zusammenhänge erläutert, hätte dem Musical allerdings gut getan.

 So dürfte es bei vielen für Verwirrung gesorgt haben, dass die Geschichte scheinbar zusammenhanglos zwischen Kinderzimmer und Pirateninsel hin und her springt. Da stand wohl der Titelheld Pate, denn „Wer ein Kind bleiben will, ja der bleibt immer frei“, lautete schließlich das Credo, das Peter Pan singend und tanzend zelebriert.

Von Sandra Simshäuser

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