Bad Arolser Bürgermeister Jürgen van der Horst beginnt zweite Amtszeit

Wahl bedeutet eine Verpflichtung

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Amtseinführung von Bürgermeister Jürgen van der Horst (M.). Links Erster Stadtrat Helmut Hausmann, rechts Stadtverordnetenvorsteher Marko Lambion. Foto: Sandra Simshäuser

Bad Arolsen - Einen ungewohnt feierlichen Rahmen hat die 24. Stadtverordnetensitzung im Zuge der Einführung Jürgen van der Horsts in dessen zweite Amtszeit als Bürgermeister von Bad Arolsen bekommen.

Mit 84,9 Prozent aller Wählerstimmen war der Bad Arolser Rathauschef am 9. Februar in seinem Amt bestätigt worden. „Das Ergebnis der Wiederwahl ist auch eine Würdigung Ihrer Verdienste“, erklärte Stadtverordnetenvorsteher Marko Lambion, der seinerseits auf die angeschobenen und umgesetzten Projekte in van der Horsts erster Amtszeit zurückblickte. An erster Stelle nannte Lambion die Konsolidierung der städtischen Finanzen. „Die werden auch eine der Herausforderungen in Ihrer zweiten Amtszeit sein. Sie werden entscheidend daran mitwirken, welches Tor für Arolsen in Zukunft aufgeschlossen wird“, gab der Stadtverordnetenvorsteher zu bedenken.

Mit dem Aufbau eines integrierten Personalkonzepts, der Kooperation mit den Nordwaldecker Nachbarkommunen und weiteren Projekten wie der Neugestaltung des Twistesee-Strandbads habe van der Horst aus seiner ersten Amtszeit eine runde Sache gemacht, stellte Lambion fest. Den Vergleich mit der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft führte er noch weiter aus: Auch bei der Tätigkeit als Rathauschef spiele das Team eine wichtige Rolle und seien Taktik und nicht alltägliche Denkanstöße gefragt. Passend überreichte er dem Bürgermeister den „Weltmeisterball 2014“, den dieser augenzwinkernd sogleich in das Fußballspiel am Rande der Schaustellerbesprechung vor dem Bad Arolser Kram- und Viehmarkt einplante. Seine Ernennungsurkunde nahm Jürgen van der Horst von Erstem Stadtrat Helmut Hausmann entgegen.

Er verstehe die Wahl als Verpflichtung, sagte van der Horst. Gemeinsam habe man sich in den vergangenen sechs Jahren auf den Weg gemacht, Strukturen zu verändern. Die Schuldenspirale sei nicht nur gestoppt worden, „sie läuft sogar rückwärts. Das haben wir sicher so nicht erwartet“, bekannte er. In wichtigen politischen Entscheidungen sei ein Grundkonsens erreicht worden, sagte van der Horst und gab seiner Hoffnung darüber Ausdruck, dass dies auch zukünftig möglich sei. Dass kritische Debatten zur Tagespolitik dazugehörten, würden die aktuellen Diskussionen zu den Themen Windenergie und Ortsumgehung Wetterburg zeigen. Zu den künftigen Aufgaben werde gehören, Bad Arolsen als Behördenstandort zu stärken. Lösungen für die derzeit noch in Mengeringhausen untergebrachte Polizeistation und den Internationalen Suchdienst müssten gesucht werden.

Bad Arolsen zähle zu den progressiven Kommunen in Nordhessen, bekräftigte van der Horst: „Wir haben nicht nur eine Menge Potenzial, wir haben auch einen Plan. Ich würde gerne in sechs Jahren sagen, der Plan ist erfolgreich umgesetzt worden.“

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