Eindeutiges Bürgervotum · Fußgängerzone ist vom Tisch · Sperrung nur nachmittags

Warburg: Alles bleibt, wie es war

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Warburg - Die Bürgerbefragung zur künftigen Nutzung der oberen Hauptstraße hat ein eindeutiges Ergebnis erbracht, das jetzt auch vom Rat der Stadt umgesetzt wurde.

Zwei Drittel der Warburger (66,67 Prozent) haben sich für die Beibehaltung der bisherigen Verkehrsregelung in der oberen Hauptstraße ausgesprochen. Damit bleibt die frisch sanierte Einkaufsstraße von 13 bis 19 Uhr für den Verkehr gesperrt. Die ebenfalls diskutierte Fußgängerzone ist damit vom Tisch. Mit der Kompromisslösung können auch die meisten Bewohner der Altstadt gut leben.

Zur Klärung dieser Frage hatte die Stadt Warburg alle 19675 Wahlberechtigten aufgerufen, sich an einer Bürgerbefragung zu beteiligen. Die Rücklaufquote von 13158 oder 67 Prozent war überraschend hoch. Ebenso eindeutig fiel die Auswertung der abgegebenen Stimmen aus: 8772 Bürger sprachen sich für die Beibehaltung der bisherigen Regelung aus. Für die ganztägige Sperrung und Einführung einer Fußgängerzone votierten 4226 Warburger. Ungültig waren 160 Stimmzettel.

Obwohl das Bürgervotum in dieser Form gar nicht in der Gemeindeordnung vorgesehen ist, zeigten sich auch die Stadtväter davon beeindruckt und stimmten in der Ratssitzung für die von den Bürgern bevorzugte Lösung. Vor der Abstimmung hatte es harte Diskussionen in der Stadt gegeben. Die Geschäftsleute in der Hauptstraße sahen sich in ihrer Existenz bedroht. (es)

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