Marsberg

Wilde Gerüchte nach tragischem Unfall

- Marsberg (-es-). Wilde Gerüchte schießen in Marsberg ins Kraut, nachdem am ersten Adventswochenende ein 20-Jähriger nachts mit schweren Kopfverletzungen auf dem Schulhof der Realschule Marsberg aufgefunden wurde. Der junge Mann ist am vergangenen Freitag an den Folgen eines Sturzes in einer Dortmunder Klinik verstorben.

Seitdem kursieren in Marsberg Gerüchte, wonach es bei einer Massenschlägerei im Anschluss an eine Abi-Fete zu tumultartigen Szenen in der Marsberger Innenstadt gekommen sein soll. Auf einem Internetforum war sogar von drei Toten die Rede. Die WLZ-Redaktion hat sich aufgrund der Gerüchte gestern bei der Polizeistation in Marsberg informiert. Der stellvertretende Dienststellenleiter erklärte dazu, dass auch er über seine Tochter erfahren habe, welche Gerüchte gerade an der Schule ihre Runde machen. Nach den Erkenntnissen der Polizei, die mitten in der Stadt ihren Sitz habe, sei „an alldem nichts Wahres dran“. Tatsache sei, dass der 20-Jährige unglücklich gestürzt und später im Krankenhaus verstorben sei. Die Obduktion am Dienstag habe ergeben, dass es keine Gewalteinwirkung von Dritten gegeben habe. Die Verletzungen passten zu einem Sturz von einer Treppe. Vor allem sei von weiteren Todesfällen nichts bekannt. Die Kripo sei Hinweisen auf einen konkreten Todesfall nachgegangen, habe den Totgesagten aber wohlbehalten bei sich zu Hause angetroffen.Unterdessen hat gestern Vormittag das Online-Portal, auf dem mehr als 150 Einträge mit weiteren Gerüchten zu diesem angeblichen Kriminalfall zu finden waren, sämtliche Einträge entfernt und die Kommentarfunktion deaktiviert.

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