Bad Arolsen

SPD will künftig auch Nichtmitglieder auf Kandidatenlisten zur Kommunalwahl zulassen

- Bad Arolsen (-es-). Viele Jahre haben die SPD-Ortsvereine in Arolsen, Mengeringhausen und Helsen um einen gemeinsamen Stadtverband gerungen. Jetzt ist er da. Geführt wird er von Hannelore Eckhardt.

Nach gleichlautenden Grundsatzbeschlüssen in den drei beteiligten Ortsvereinen hat nun auch die gemeinsame Mitgliederversammlung am Freitag in der Bürgerhalle Helsen grünes Licht gegeben. Ziel soll es sein, künftig auf Stadtebene mit einer Simme zu reden und gemeinsam noch schlagkräftiger zu sein. Der Stadtverband soll - in Absprache mit den Ortsverbänden - die Kandidatenliste für die Kommunalwahl aufstellen, Wahlvorschläge für Delegiertenwahlen auf Bezirks, Landes und Bundesebene erarbeiten und größere Veranstaltungen vorbereiten. Auch bei der Direktwahl des Bürgermeisters soll der Stadtverband den SPD-Kandidaten auswählen. Ausdrücklich ist die Kandidatur auf SPD-Ticket nicht allein SPD-Mitgliedern vorbehalten. Auch Nichtmitglieder können als Kandidaten für kommunale Mandate gewählt werden, heißt es in der Satzung. Damit übernimmt der Stadtverband eine Regelung Unterbezirks. „Das ist ein Zeichen der Öffnung unserer Partei“, erläuterte der mengeringhäuser Vorsitzende Gerd Brückmann und ergänzte: „Das betrifft natürlich nur Leute, die uns auch politisch nahe stehen. Es gibt nunmal neuerdings eine gewisse Scheu, Bindungen einzugehen. Das spüren auch Gewerkschaften, Sozialverbände und Kirchen.“Als bestes Beispiel für den Erfolg der Öffnungsstrategie nannte Brückmann den von der SPD unterstützten parteilosen Landratskandidaten Dr. Reinhard Kubat, der nach seiner Wahl der SPD beigetreten ist.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe dieser Zeitung.

Kommentare