Mengeringhausen

Windkraft mitten im Stadtwald

- Bad Arolsen-Mengeringhausen (-es-). Mit 180 Meter hohen Windkraftanlagen mitten im Stadtwald will Bad Arolsen seinen Haushalt sanieren. Viele Mengeringhäuser sind skeptisch.

Beinah viermal so hoch wie der schiefe Kirchturm sollen die 15 Windkraftanlagen in den Himmel über der Matzenhöhe wachsen, wenn es nach den Vorstellungen des Magistrats und der Investoren von der Kasseler Firma „wpd think energy“ geht. Das Besondere an dem Projekt: es wäre der erste Windpark, der mitten in einem Waldstück entsteht. Nach dem verheerenden Orkan „Kyrill“ hatte es geheißen, dass vor allem die durch Windwurf entstandenen Freiflächen für den Bau der Windkraftanlagen verwendet werden könnten. Nun aber befinden sich nur drei von 15 geplanten Anlagenstandorten auf Windwurfflächen. Rund 400 Festmeter Holz müssten auf fünf Hektar Fläche im Stadtwald gefällt werden. Das macht 0,5 Prozent der städtischen Waldfläche aus. Damit würde Platz geschaffen für 15 moderne Anlagen mit jeweils 2,3 Megawatt elektrischer Leistung bei einer Nabenhöhe von 138 Metern und Rotorlänge von 41 Metern. Weil die Anlagen auf einem Höhenrücken im Dreieck zwischen Twiste, Frederinghausen und Mengeringhausen entstehen sollen, werden sie nochmals höher erscheinen und weithin sichtbar sein. Genau darin liegt wohl das größte Problem, wie am Montagabend bei einer Sitzung des Ortsbeirats Mengeringhausen deutlich wurde. Viele Mengeringhäuser sorgen sich, dass ihr über Jahrhunderte gewachsenes Stadtbild in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

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