Volkmarsen: Kunstwettbewerb "bewegter wind" eröffnet

Windkunst in einem alten Gemäuer

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Volkmarsen. - Das Unsichtbare sichtbar zu machen ist ein Aspekt des sechsten Internationaler Kunstwettbewerbs „bewegter wind“, dessen weit angelegte Landschaftsausstellung am Sonntag auf der Kugelsburg eröffnet wurde.

Die Ausstellung, die noch bis zum 2. September an insgesamt fünf Orten in Nordwaldeck und im angrenzenden Wolfhager Land zu sehen ist, wird von 63 Künstlern aus 17 Ländern mitgestaltet. Insgesamt stellen sie 73 Werke aus, von denen allerdings schon einige in der ersten Nacht Opfer von Vandalismus wurden. So konnte auch die Installation in der Nähe des Kaiser-Wilhelm-Denkmals in Bad Arolsen nicht die Nacht zum Samstag unbeschadet überstehen. Die Künstlerin muss ihr beschädigtes Werk nun erneut aufbauen. Auch die Hinweisschilder auf dem Weg zur Kugelsburg wurden von unbekannten mutwillig verbogen. – Kein schönes Signal zum Auftakt der zweiwöchigen Freiluftausstellung. Kuratorin Reta Reinl ließ sich jedoch bei der feierlichen Eröffnung am Sonntagmorgen nicht beirren. Sie verwies auf die vielen unterschiedlichen Aspekte des Ausstellungsthemas „AIR condition(s)“. Bürgermeister Hartmut Linnekugel sprach von einer wunderbaren Symbiose von Landschaft und Kultur: Beide seien auch vom Wind geprägt. Glückwünsche zur gelungenen Ausstellung überbrachte auch Landrat Dr. Reinhard Kubat. Er schlug zugleich den Bogen zur aktuellen Energiewende und der Bedeutung der Windkraft für die Stromerzeugung: „Ich finde, wir sind da auf dem richtigen Weg.“ Auf einer faszinierenden Sichtachse durch das Waldecker und Wolfhager Land präsentiert sich internationale Windkunst in Form einer Landschaftsausstellung: Der nördlichste Standort ist auf der Kugelsburg. Belohnt wird der Aufstieg mit einem märchenhaften Weitblick. Ein Ausstellungsrundgang endet auf dem oberen Burggelände. Dort bietet die Falknerei Kroll samstags und sonntags um 15 Uhr Greifvogelschauen an. Wer sich nach so vielen Eindrücken stärken möchte, kann dies in der Gaststätte „Zur Kugelsburg“ tun. Die Burg dient auch als Aussichtsplattform und ermöglicht einen fantastischen Blick auf die beiden anderen Ausstellungsorte, die in einer Sichtachse zu ihr liegen: der Graner Berg bei Wolfhagen und der Windpark bei Wolfhagen-Istha. Auf dem Weg dorthin findet man in der Stadt Wolfhagen noch Videobeiträge und eine experimentelle Installation. Daneben finden sich noch kleine, aber bedeutungsvolle Satelliten mit Kunstwerken, die quasi die Hauptorte umkreisen: In Bad Arolsen im Park am Kaiser-Wilhelm-Denkmal ist ein weiteres Windkunstwerk zu sehen. Auch in Kassel an der Fulda findet sich am Auedamm 13 ein ganz besonderer Teil der Ausstellung, der mit seinen Kunstaktionen auf die regionale Abhängigkeit von den Klimabedingungen eingeht. Alle Ausstellungsorte sind erreichbar auf Radwegen. Die Zufahrtswege werden gut beschildert und zusätzlich mit blauen Bändern gekennzeichnet.Die Besucher können die Ausstellung auch mit dem Fahrrad, beim Windpicknick und bei einer Ausstellungsführung erleben. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.bewegter-wind.de Von Elmar Schulten

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