Reinhardshausen

Ärger um Postfiliale im Kurzentrum

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- Bad Wildungen-Reinhardshausen (höh). Die Postfiliale im Kurzentrum Galleria schließt zum Jahresende ihre Pforten. Voraussichtlich Ende Januar soll sie an anderer Stelle neu eröffnet werden.

Bürgermeister Volker Zimmermann war von der Nachricht wie vom Donner gerührt, denn die Stadt als Vertragspartner sei nicht darüber informiert worden. Ein nachträgliches Nikolausgeschenk, sagte er kopfschüttelnd. Mitarbeiter des Staatsbades, die in der Filiale beschäftigt sind, wurden durch entsprechende Informationsschreiben an die Postfachinhaber darauf aufmerksam.

„Das ist ein Umgang mit Vertragspartnern, der spottet jeder Beschreibung“, wetterte der Bürgermeister. „Ein unglaubliches Verhalten“. Die Stadt werde sich dafür einsetzen, dass die Reinhardshäuser Filiale weitergeführt wird. „Ich habe nichts dagegen, wenn die Post woanders hin will, aber man sollte das in ansprechender Weise miteinander kommunizieren.“

Post-Pressesprecher Thomas Kutsch (Frankfurt) kontert: „Wir wollen keinen Zwist säen, aber für uns war es wichtig, hier eine Kontinuität reinzubringen.“ Seit 2006 war die Reinhardshäuser Postfiliale immer wieder in den Schlagzeilen. Früher war die Bad Reinhardsquelle Vertragspartner der Post. Nach deren Verkauf war es die Stadt Bad Wildungen. Dann wurde das Kurzentrum an das Klinikzentrum Mühlengrund verkauft. Das war nur von kurzer Dauer, denn als es an den Finanzen scheiterte, kehrte das Kurzentrum wieder in den städtischen Eigenbetrieb zurück. Und zum Jahresende 2010 wechseln Galleria und Quellentherme erneut den Besitzer und gehen an die Hotelkette Göbel über.

Der neue Betreiber sei nicht an einer Weiterführung interessiert. „Wir mussten uns in der Kürze der Zeit um einen Partner kümmern, dabei war für uns Kontinuität wichtig“, sagt Kutsch.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 10 Dezember.

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