WIR-Edertaler will Rechnungen prüfen

Akteneinsicht zum Dorfplatz beantragt

Edertal - Die Fraktion „WIR Edertaler" hat die Gründung eines Akteneinsichtsausschusses beantragt. „Wir wollen wissen, wie es zu den Abweichungen zwischen Planungen und Realisierung des neuen Giflitzer Dorfplatzes in der Hinterstraße kommen konnte", begründete Holger Blume den Vorstoß im Parlament.

Verweigert werden kann die Gründung eines solchen Ausschusses nicht, auch nicht mit einer Mehrheit in der Gemeindevertretung. Annegreth Schultze-Ueberhorst (FDP) bat aber, den Antrag zurückzuziehen. Als ehemalige Ortsvorsteherin und Vorsitzende des Arbeitskreises Dorferneuerung war sie über lange Zeit in die Planungen einbezogen.

„Es gab viele Diskussionen. Die Bruchsteinmauer zum Beispiel ist höher geworden als vorgesehen, weil mit ihr zugleich das abfallende Gelände abgefangen werden musste." Dem Rollrasen stand die FDP-Abgeordnete skeptisch gegenüber, räumte sie ein, „aber so hatten wir wenigstens sofort einen grünen Flecken." Über die Zahl der Platanen sei lange diskutiert worden und, und, und. „Es war das erste öffentliche Projekt der Dorferneuerung und wir haben daraus gelernt. Bei den nächsten haben wir ein Auge darauf."

Planer Martin Ruppert habe es mit ihr nicht leicht gehabt, „und einmal wollte er die Brocken sogar hinschmeißen", doch nun sei eines klar: Den Giflitzer Bürgern gefalle der neue Dorfplatz „und er ist für die Hinterstraße ein echter Gewinn".

Die Fraktion WIR Edertaler beharrte dennoch auf dem Blick in die Akten und Reinhold Schäfer, Sägewerksmeister von Beruf, begründete weshalb. Die Pergola weckte sein Misstrauen, als er entdeckte, dass an mehreren Stellen geringerwertiges Holz verbaut worden sei. „Ich möchte gerne wissen, wie diese Arbeiten ausgeschrieben waren und ob die Gemeinde für die gelieferte Qualität vielleicht zu viel bezahlt hat."(su)

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