Letztes Mosaiksteinchen für einen mustergültigen nördlichen Stadteingang

Altes Pfortenhaus am Wildunger Lindentor wird grundsaniert

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Vor sieben Jahren kaufte Bodo Jäger aus Schmillinghausen das frühere Pfortenhaus am Lindentor. Nun hat er begonnen, es von Grund auf zu sanieren.

Bad Wildungen. Nach den städtischen Investitionen am Lindentor in Kreisel, Platz, Stadtmauerrest oder Zugang zum Alten Friedhof setzt ein privater Investor das letzte Mosaiksteinchen für dieses Schmuckstück am unteren Ende der Altstadt.

Bodo Jäger saniert von Grund auf das frühere „Pfortenhaus“ mit seinem Fachwerk. „Das Haus sprach mich wegen seiner idealen Lage an.“ Bodo Jäger Seit sieben Jahren gehört das traditionsreiche Gebäude dem Schmillinghäuser.

„Ich kannte es von Motorradtouren nach Bad Wildungen“, berichtet er. Wildunger Parlamentarier brachten das Haus in den vorigen Jahren häufiger zur Sprache, weil es in seinem schlechten Zustand nicht mehr passen wollte zum sonst musterhaft umgestalteten Lindentor als nördlichem Stadteingang.

Doch es hat seinen Grund, dass Bodo Jäger so lange nicht anfing. Frühere Mieter stellten sich als großes Problem heraus, betrieben gar Handel mit Drogen und wurden zu guter Letzt von der Polizei festgenommen.

Ein ironischer Seitenhieb der Geschichte: Ab Mitte des 19. Jahrhunderts hatte das Haus für einige Jahrzehnte als Gefängnis gedient. Nach der Verhaftungsaktion der heutigen Polizei stand es längere Zeit leer. „Dann begann ich mit der Sanierung und Neuvermietung von zunächst zwei Wohnungen“, erklärt Jäger.

Mehr in der WLZ vom 21.05.2016

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