Podiumsdiskussion der Jungen Union zu Alkohol- und Drogenproblemen

Die Altstadt ist sicher

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Die Wildunger Altstadt ist so sicher wie in anderen vergleichbaren Städten. Das ist das Ergebnis einer Podiumsdiskussion auf Einladung der Jungen Union im Jugendhaus.Fotos: Rainer Rüsch

Bad Wildungen - Die Junge Union Bad Wildungen/Edertal hatte nach Beschwerden und Hinweisen aus der Bevölkerung zu einer Podiumsdiskussion mit dem Thema „Sicherheit in unserer Stadt“ in das Jugendhaus eingeladen.

Die Moderatorin und Vorsitzende des JU-Ortsverbands, Nargisa Kadyrova, begrüßte auf dem Podium Bürgermeister Volker Zimmermann, Polizeichef Hartmut Ide, Altstadtvereinsvorsitzenden Frank Volke sowie Domenik Schröder von der Jungen Union.

Keine erhöhte Kriminalität

Die Moderatorin sprach von einer angespannten Situation, denn Bürger hätten Sorgen und Beschwerden, vorwiegend über die Altstadt, vorgetragen. Sie berichtete von Plätzen, an denen Alkohol oder Drogen konsumiert werden, darunter an der Treppe zur Tankstelle (Schmidts Berg) und der Postplatz. Nach kräftigem Alkoholgenuss komme es gerade an Wochenenden immer wieder zu Zerstörungen. Bürger trauten sich teilweise nicht mehr in besonders berüchtigte Gegenden.

Die Redner auf dem Podium sahen kein erhöhtes Gefährdungspotenzial. Bürgermeister Volker Zimmermann urteilte, die Gefahr in der Altstadt sei nicht höher als in vergleichbaren Städten dieser Größenordnung. Er selbst würde zur Kontrolle nachts das Fachwerkviertel aufsuchen. Allein, nachts in einer Stadt fühle man sich immer etwas unsicherer als am Tag, deutete der Bürgermeister an. Auch Frank Volke vom Altstadtverein sieht seit dem Einsatz der Citystreife keine größeren Probleme. Er rät jedoch zur Ergänzung der Straßenbeleuchtung. Polizeichef Hartmut Ide bescheinigte, objektiv gesehen gäben es die Zahlen der vergangenen Jahre nicht her, dass in Bad Wildungen von einer erhöhten Kriminalität gesprochen werden könne. Im Gegenteil, die Zahlen seien in gewissen Bereichen sogar rückläufig. Allerdings bestätigte er diverse Drogenprobleme. Das subjektive Empfinden der Bürger und deren Angst müssten ernst genommen werden. Die Redner waren sich aber einig, dass es im Vergleich zu anderen Mittelzentren keine überproportionale Gefahr oder besondere Schwerpunkte gebe. Der zweite Vorsitzende der Jungen Union, Domenik Schröder, erwartet bei steigenden Außentemperaturen vermehrte Ruhestörungen. Den Einsatz der Citystreife begrüßte er und wünschte sich verstärkte Präsenz, auch in verschiedenen Zonen zu unterschiedlichen Zeiten.

Aus den Reihen der wenigen Zuhörer wurden Lärmbelästigungen auf dem Postplatz, zu hohe Geschwindigkeiten in der Brunnenstraße und in verschiedenen Gassen sowie falsch parkende Fahrzeuge, die auch Rettungswege versperren, angesprochen. Ordnungsamtsleiter Martin Segeler nahm zu einigen Punkten Stellung und zeigte die Problematik auf.

Die Jungen Union plant weitere Gesprächsrunden.(rü)

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