Bad Wildungen

Anfang August: Start am zweiten Kreisel

- Bad Wildungen (höh). Die Kreuzung am Wäschebach gleicht noch einer Großbaustelle, da steht schon das nächste Bauprojekt in den Startlöchern – Anfang August beginnen die Bauarbeiten für den Kreisverkehr am Lindentor.

„Wir wollen erheblich vor dem Weihnachtsgeschäft fertig sein“, begründet Bürgermeister Volker Zimmermann die Überschneidung der beiden großen Projekte beim Umbau des Bad Wildunger Stadtrings. Die Bauarbeiten am Lindentor starten früher als ursprünglich geplant. Der Bau des ovalen Kreisverkehrs ist nach der Aufwertung des „Alten Friedhofs“ zu einem Stadtpark und der freigelegten historischen Stadtmauer die dritte größere Baumaßnahme am nördlichen Altstadtrand. Diese drei Bauprojekte sollen den Altstadteingang aufwerten mit einem durchgehenden „grünen Band“ um die nördliche Altstadt. Nachdem die Stadtverordneten im März entschieden hatten, auf den meisten Abschnitten des Stadtrings Gegenverkehr einzurichten und fünf Verkehrskreisel zu bauen, wurde am Wäschebach begonnen. Diese, bezogen auf die Ver- und Entsorgungsleitungen, sehr aufwendige Baumaßnahme schreitet laut Bürgermeister Zimmermann gut voran. Die umfangreichen Kanalbaumaßnahmen seien abgeschlossen. In bis zu vier Metern Tiefe mussten Rohre in die angrenzenden Straßen verlegt und in riesigen Schachtbauwerken verbunden werden. Derzeit werden die Versorgungsleitungen im Bereich der Einmündung erneuert. Arbeiten sind an Trinkwasserleitungen, Gas- und Stromnetz und an den Telefonleitungen erforderlich. Inzwischen sei täglicher Baufortschritt zu beobachten, der Kreisel ist angelegt. Am 8. August beginnt die zweite Bauphase, dann wird die Waldschmidtstraße gesperrt und der Verkehr über die Itzelstraße geführt. Eine Woche später ist auch die Odershäuser Straße angeschlossen. In der Eichlerstraße rollt der Verkehr so weiter wie bisher. Ende August soll das Projekt am Wäschebach abgeschlossen sein. Dann „ist alles paletti“, ist Zimmermann zuversichtlich. Über die effektvolle optische Gestaltung des Kreisverkehrs berät in Kürze die Kulturkommission, eventuell werde ein kleiner Ideen-Wettbewerb ausgeschrieben.
Für den nächsten Kreisverkehr am Lindentor sind keine umfangreichen Arbeiten an den Kanal- und Versorgungsleitungen erforderlich. Zu bauen sei lediglich ein kleines Stück Kanalleitung. Maßnahmen an anderen Leitungen sind nicht vorgesehen. Der ovale Kreisverkehr soll die Altstadt wesentlich besser erschließen. Laut Bürgermeister werde geprüft, ob dann in Teilbereichen bereits Gegenverkehr fließen soll. Über den neuen Kreisverkehr können die aus Richtung Bornebachstraße, Breiter Hagen und Riesendamm kommenden Fahrzeuge direkt über die Lindenstraße in die Altstadt einfahren. Zudem kann auf kurzem Wege vom Lindentor über den Fetten Hagen die Altstadt via Kaffeemühle erreicht werden. Beide großen Bauprojekte sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden. Damit wird es bereits in 2011 ganz neue Fahrbeziehungen geben.

Kommentare