Banfe-Quelle fördert nur ein Sechstel der üblichen Menge:

Appell zum Wassersparen

Edertal/Waldeck - Das Trinkwasser in Edertals Touristenhochburgen wird knapp. Bürgermeister Klaus Gier appelliert zum sorgsamen Umgang mit Wasser in Bringhausen und Hemfurth/Edersee. Dank der Verbundleitung der Stadt Waldeck ist ein Notstand glücklicherweise nicht in Sicht.

Die beiden Edertaler Ortsteile werden durch eigene Quellen in Hemfurth und in der Banfe gespeist. Die extreme Trockenheit lässt die Quellen jedoch nicht wie gewohnt sprudeln. Aus der Banfe-Quelle, die maßgeblich für die Versorgung Bringhausens zur Verfügung steht, „können wir nur ein Sechstel des sonst üblichen Volumens fördern“, berichtet Gier. Gerade in der Urlaubszeit, wo die Zahl der Verbraucher durch etliche Feriengäste am Edersee steigt, wird das Wasser aus eigener Quelle knapp. Gier appelliert an alle Verbraucher, sparsam mit Trinkwasser umzugehen und möglichst auf großzügige Bewässerung von Gärten zu verzichten. „Das ist kein Verbot, sondern eine Bitte zum sinnvollen Haushalten.“ Die Wasserversorgung sei über langfristige Verträge mit der Stadt Waldeck über eine Verbundleitung gesichert, die Hemfurth (785 Einwohner) und Bringhausen (knapp 200 Einwohner) auch bei Engpässen mit versorgt. In den anderen elf Edertaler Ortsteilen ist die Versorgung mit Trinkwasser gut, bescheinigt der Bürgermeister. „Wir haben Ringschlüsse vorgenommen, damit Engpässe ausgeglichen werden.“ Verbundpartner Waldeck ist mit seinen Tiefbrunnen auch bei extremer Trockenheit gut aufgestellt. „Wir haben keinerlei Probleme“, signalisiert Bürgermeister Jörg Feldmann auf WLZ-FZ-Anfrage. Der 130 bis 140 Meter tiefe Pfaffentalbrunnen im Wald zwischen Höringhausen und Waroldern liefere ausreichend Trinkwasser. Er gehört zum Wasserbeschaffungsverbund Twistetal und steht auf Twistetaler Gemarkung. Neben Höringhausen speise er den Hochbehälter in Sachsenhausen und versorge Nieder-Werbe sowie über die Verbundleitung die genannten Edertaler Ortsteile.Die anderen städtischen Brunnen zur Versorgung der übrigen Waldecker Stadtteile liefern auch im trockenen Sommer 2015 ausreichend Trinkwasser für Bevölkerung und Urlaubsgäste, betont Bürgermeister Feldmann. Von Conny Höhne

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