Bad Wildunger Klinik trennt sich von Oberarzt

Arzt soll wehrlose MS-Patientin geküsst haben

Bad Wildungen - Weil er eine Patientin mit Multipler Sklerose (MS) geküsst haben soll, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Oberarzt aus Bad Wildungen.

Es gebe eine Anzeige, nach der der Arzt die Frau zudem an Arm und Bein gestreichelt habe, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Montag. Wie Klinik-Chef Joachim Großschädl betonte, habe sich das Haus "aus Fürsorgepflicht" nach Bekanntwerden der Vorwürfe von dem Arzt getrennt. Nach Angaben von Rechtsanwältin Maike Koch, die mutmaßliche Opfer vertritt, ist der Oberarzt Ende Oktober 2013 auf das Zimmer der wehrlosen Frau gekommen und "tätlich" geworden. Sie fordert für die Rollstuhlfahrerin nun 15 000 Euro Schmerzensgeld von der Klinik. Die "Bild"-Zeitung hatte zuerst über den Fall berichtet. (dpa)

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