Festakt zum Jubiläum „50 Jahre Schulzentrum Edertal“

Bäumchen zum Geburtstag

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Ruth Pfannstiel vom Schulamt überreichte als Präsent Pflanzen für den Schulgarten an Grundschulleiterin Dörte Grell (links) und IGS-Leiter Reinhard Hollstein.

Edertal - Mit einem Festakt wurde das Jubiläum „50 Jahre Schulzentrum Edertal“ gefeiert. Schwungvoll und amüsant gestaltete sich das Rahmenprogramm, gespickt mit Anekdoten aus alten Zeiten.

Die jüngsten Akteure eröffneten den Abend. Kinder der AG Musikwerkstatt unter der Leitung von Bille Neuschäfer zögerten nicht lange und baten die Ehrengäste zu einem Jubiläums-Tänzchen aufs Parkett.Dörte Grell, Leiterin der Grundschule, und Reinhard Hollstein, Rektor der Integrativen Gesamtschule, blickten zurück auf 50 Jahre Schulgeschichte. Grell: „Wir feiern, dass die Gründungsväter damals weitsichtig und innovativ gedacht und kleine Dorfschulen zu einer größeren Einheit geführt haben.“ Die Mittelpunktschule, mit der alles begann, gibt es schon lange nicht mehr. Aus ihr gingen die Grund- und Gesamtschule hervor. IGS-Leiter Hollstein zeichnete die Entwicklung seiner Schule nach, die seit 2008/09 als schulformunabhängige Gesamtschule geführt wird. Das Förderstufenprinzip wurde bis zur Klasse 10 erweitert. Anekdoten aus dem Schulalltag erzählte Hermann Emmerich, ehemaliger Förderstufenleiter und stellvertretender Schulleiter, in seinem Festvortrag.

Als einer der Lehrer der ersten Stunde blickte der 75-Jährige in launigen Worten zurück auf Widerstand in Wildungen gegen das gymnasiale Angebot im Edertal, auf Pannen beim Bau und Fortschritt im Unterrichtsalltag. Der kam beispielsweise mit der Großsporthalle. „Früher mussten sich drei Klassen die kleine Halle und die Bühne teilen – das ist heute kaum vorstellbar.“ Landrat Dr. Reinhard Kubat als Hausherr der Schule stellte klar: „Der Landkreis stellt nur die Hülle für den Unterricht.“ Aufgabe der Pädagogen sei es, sie mit Leben zu erfüllen. Und das sei gelungen: „Es ist eine tolle Schule, über die sich der Schulträger nur freuen kann.“ „Stolz, ein Teil des Ganzen zu sein“ Bürgermeister Klaus Gier erinnerte sich an eigene Schülertage im Edertal und blickte nach vorn. „Durch das Zusammenwachsen vieler Ortschaften wurde Großartiges geschaffen und der Grundstein gelegt für eine Schule der Zukunft.“

Ruth Pfannstiel überbrachte die Grüße des staatlichen Schulamts und ein Täschchen mit Pflanzen für den Schulgarten – Kapuzinerkresse, rote Bohnen und ein Walnussbäumchen. „Es kommt mir vor, wie nach Hause zu kommen“, sagte die Rednerin, die einige Jahre als stellvertretende Schulleiterin wirkte. Vieles sei in den 50 Jahren bewegt worden, bescheinigte Anke Blume vom Elternbeirat. „Aber es gibt noch viel zu tun – wir freuen uns darauf.“ Kurt Epting, Vorsitzender des Fördervereins, bekräftigte: „Wir sind stolz, ein Teil des Ganzen zu sein und dass wir an der einen oder anderen Stelle unbürokratisch helfen konnten.“ Grüße aus der tschechischen Partnergemeinde Horní ?ermná überbrachte Dráža Tka?Íkova. „Die Schule ist uns ein Vorbild, unsere Schüler haben Freunde gefunden und wir Lehrer auch.“ Als Überraschungsgast aus Norddeutschland blickte Heinrich Meuser als ehemaliger Schulelternbeirat und Kreispolitiker auf die einst knappe Abstimmung zugunsten der Gesamtschule zurück.

Lena Zwiener, Melina Kramer und Daniel Midani von der SV zeigten in einem amüsanten Frage-Antwort-Dialog 50 Facetten des Schullebens auf. Junge Musiktalente umrahmten die Feier. Viel Applaus gab es für Maximilian Schäfer für seine brillanten Einlagen am Klavier und aktuelle Hits der AG „Sing your Song“ unter der Leitung von Thomas Wagner. Einen flotten Tanz präsentierten Schülerinnen unter Regie von Kathrin Vogt. Nach Abschluss des offiziellen Programms ging bei Häppchen und Getränken der Gesprächsstoff nicht aus.

Von Conny Höhne

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