Bauantrag für das geplante Edertaler Seniorenwohnheim laut Bauherr fast fertig · 15 Monate Bauzeit

Baubeginn ist für August angepeilt

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Das Projekt, wie es vor einem Jahr vorgestellt wurde, oben die Eingangsseite Richtung Bahnhofstraße, unten die Ansicht Bergheim aus Richtung auf den Bau zufahrend.

Edertal-Giflitz - Die Archäologen und Denkmalschützer hielten ihre Hand im vorigen Jahr über das Gelände, auf dem das Edertaler Seniorenwohnheim entstehen soll. Es galt, Reste menschlicher Besiedlung von vor 8000 Jahren zu sichern. Inzwischen sind alle wichtigen Scherben geborgen, und das Gras erobert sich die Erde zurück - doch den Halmen bleibt nur eine kurze Galgenfrist.

Das bestätigt Benno Wolfgang Ecker von der Geschäftsführung des Internationalen Bildungs- und Sozialwerks (int-bsw) mit Stammsitz in Iserlohn: „Wir haben den Bauantrag fast fertiggestellt und wollen im August mit den Arbeiten beginnen.“

Innerhalb von 15 Monaten soll das von vielen Edertalern lang ersehnte Angebot vollendet sein. Wie viele Pflegekräfte benötigt werden, kann das int-bsw noch nicht exakt beziffern.

„Wir haben aber bereits Initiativbewerbungen für die Edertaler Einrichtung erhalten“, sagt Ecker. Das Werk versuche, diese Kräfte frühzeitig an sich zu binden, indem es ihnen ermöglicht, in anderen Einrichtungen anzufangen und nach der geplanten Eröffnung im Herbst 2015 in die neue Anlage nach Giflitz zu wechseln.

Am inhaltlichen und planerischen Grundkonzept, das die Verantwortlichen des Iserlohner Werks gemeinsam mit den Architekten vor einem Jahr im Edertaler Parlament vorstellten, hat sich nichts Wesentliches geändert, „höchstens ein paar Details“, fügt Ecker hinzu.

66 Einzelzimmer, verteilt auf zwei Gebäudeflügel und drei Ebenen, sehen die Planer für das Pflegeheim (Stufen 0 bis 3) vor. Es steht in Ost-West-Richtung.

Jedes Zimmer hat 18 Quadratmeter zuzüglich eigenem Duschbad und Balkon oder Terrasse, den/die sich jeder Bewohner mit einem Nachbarn teilt. Zwischen den Flügeln ist ein Demenz- und Sinnesgarten vorgesehen, der allen Bewohnern Lebensqualität im Freien und Demenzkranken aktivierende Sinnesreize bieten soll.

Ein Café steht Bewohnern, Angehörigen und Gästen aus dem Ort zur Verfügung, die dort auch zum Mittagessen willkommen sind. Eine kleine Frisierstube ist geplant.

Sechs Millionen Euro beträgt die Investitionssumme. Das angedachte angegliederte Ärztehaus wurde aufgegeben, weil das benötigte Grundstück nicht zum Verkauf steht. Eventuell tut sich noch eine Chance auf einem Gemeindegrundstück jenseits des Baches für dieses Vorhaben auf.

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