Fachanwalt erläutert strikte Vorgehensweise des "strukturierten Bieterverfahrens"

Beim Wildunger "Haus Oestreich" keine Extra-Würste für heimische Kaufinteressenten

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Der Preis entscheidet zu 55 Prozent über den Zuschlag beim Verkauf des stadteigenen Hauses Oestreich.

Bad Wildungen. „Es geht Ihnen darum, Bad Wildungen noch schöner zu gestalten. Es kommt nicht nur auf den höchsten Kaufpreis an, sondern darauf, den Wert der Stadt zu steigern.“ So leitete der Frankfurter Fachanwalt Dr. Thomas Mösinger seine Erläuterungen zu einem rechtssicheren Verkauf des Hauses Oestreich im Wildunger Planungsausschuss ein.

Kein Widerspruch regte sich zu dieser Darstellung unter den Abgeordneten. Gemeinsam mit Stadtplaner Uwe Höger vom Kasseler Büro AKP legte der Jurist dar, wie in den nächsten Wochen und Monaten das Gebäude einen neuen Besitzer findet. Die Frankfurter Anwaltskanzlei begleitet die Stadt auf dem gesamten Weg bis zum Zuschlag für den Interessenten, der die höchste Punktzahl beim ausgeklügelten Auswahlprozess erlangt. Keine stille Post per Telefon „Strukturiertes Bieterverfahren“ lautet die Bezeichnung.

Sie bietet den städtischen Gremien die Möglichkeit , Pflöcke für die Stadtentwicklung an dieser Stelle einzuschlagen. Das Verfahren muss „transparent, diskriminierungsfrei und marktgerecht ablaufen“, betonte Mösinger und erläuterte den Politikern, was das heißt: „Informationen dürfen den Kaufinteressenten nur schriftlich zugehen. Alle müssen dieselben Informationen erhalten.“ Ein informelles Telefonat etwa, in dem ein Kommunalpolitiker einem heimischen Bieter zusätzliches Wissen vermittelt, würde strikt dagegen verstoßen, mahnte Mösinger .

Mehr in der WLZ vom 4.7.2016

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