Kirchenkonzert zum 150. Geburtstag des Heimat- und Gesangvereins

Besinnliches zum Jubiläum in Mehlen

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Der Heimat- und Gesangverein 1864 Mehlen feierte mit musikalischen Gästen sein 150-jähriges Jubiläum.

Edertal-Mehlen - Mit einem besinnlichen Konzert feierte der Heimat- und Gesangverein 1864 Mehlen sein 150-jähriges Jubiläum.

Das Konzert sollte für die Sängerinnen und Sänger der feierliche Höhepunkt ihres Festjahres werden. Sie hatten ein buntes Programm zusammengestellt, musikalische Unterstützung eingeladen und dann war plötzlich niemandem mehr zum Singen zumute. „Als wir vom plötzlichen Tod von Jörg-Dieter Schollmeyer erfahren haben, wollten wir alles absagen“ berichtete die Vorsitzende des Vereins, Rosi Lehmann.

Jörg-Dieter Schollmeyer und seine Frau Gudrun unterstützen den Chor seit vielen Jahren und sollten die musikalische Eröffnung und weitere Höhepunkte zu dem Konzert beisteuern. Auf ausdrücklichen Wunsch der Witwe, und ganz im Sinne ihres verstorbenen Mannes, fand das Konzert dann aber doch statt. Pfarrer Blum fand gefühlvolle Worte des Gedenkens und eröffnete mit einer Schweigeminute das kleine Konzert. Der Jubiläumschor begann den Abend mit dem neu getexteten Lied „Dies ist ein großer Tag“ und erntete begeisterten Beifall von den vielen Besuchern in der Mehlener Kirche.

Anna Brodl, eine Unterstützerin des Vereins, war eigens aus Österreich gekommen, um den Abend mit ihrem Zitherspiel zu bereichern. Die „Sehnsuchtsmelodie“ und „Nehmt Abschied, Brüder“ trug sie in besinnlicher Weise vor. Der Instrumentalkreis Wega bereicherte den Abend. Die Musikanten aus der Nachbarschaft spielten Solostücke oder begleiteten die Mehlener Sänger stimmungsvoll. „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“ oder „Du großer Gott“ waren einige der gemeinsamen Konzertbeiträge.

Durch den Abend führte Chormitglied Karl-Joachim Dietz, der mit einigen nachdenklichen, aber auch lustigen Beiträgen den Abend kurzweilig gestaltete. Bürgermeister Klaus Gier würdigte in seinem Grußwort die Chormitglieder und stellte in der heutigen schnelllebigen Zeit die beachtliche Zeitdauer von 150 Jahren in den Raum. „Tennisvereine sind mit Boris Becker gekommen und viele auch gegangen, dagegen sind 150 Jahre Traditionspflege wirklich beeindruckend.“

Die Koordinatorin des Hospiz-Vereins Korbach, Christine Bernhardt-Engemann, berichtete von ihrer Arbeit und bedankte sich für die Spenden des Abends, die ihrer Organisation zugute kommen.

Höhepunkt des Konzerts war zweifellos das von dem Ehrengast Hans Schley komponierte „Mehlener Lied“. „Am Ufer der Eder zwischen Feldern und Wald, da liegt unser Mehlen, schon 1000 Jahr alt“ sang der Jubiläumschor unter der Leitung von Christa Jüngst schwungvoll, bevor alle Gäste zum gemeinsamen Schlusslied aufgefordert wurden. Als kleines Dankeschön für die Bereitstellung der Kirche erhielt Pfarrer Blum zwei Stuhlhussen für kommende Hochzeiten. Der Konzertabend endete mit viel Beifall und einem gemütlichen Beisammensein im Garten der Kirche. (tif)

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