Radargerät beschädigt und im Auto vor Polizei geflohen, alles ohne Führerschein

Bewährungsstrafe für geblitzten, ehemaligen Reinhardshäuser Chefarzt

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Am 11. November vorigen Jahres landete diese Radarfalle durch Tritte des Angeklagten in einem Reitzenhagener Graben.

Bad Wildungen/Fritzlar. Der Chefarzt einer Reinhardshäuser Klinik verlor Ende vorigen Jahres zweimal binnen sechs Wochen seine Beherrschung und die Gesetzestreue im Straßenverkehr. Seine wilde Fahrt endete vor dem Fritzlarer Amtsgericht.

Am 11. November 2015 eilt er in einem Kleinwagen durch Reitzenhagen, obwohl ihm der Führerschein seit Längerem entzogen ist. Er wird geblitzt – und steigt aus, um die Radarfalle in den Graben zu treten. Die Daten im Gerät führen auf seine Spur. Gut einen Monat später legt sich der Mann einen teuren, neuen SUV zu und gerät in eine Kontrolle der Wildunger Polizei – nach wie vor bar jeden Führerscheins. Statt zu halten, liefert er sich eine erfolglose Verfolgungsjagd mit den Beamten. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Sachbeschädigung. Das Auto wird eingezogen bis zum Prozessbeginn. Und was tut der 56-Jährige? Am 29. April 2016 setzt er sich – das Verfahren vor Augen – erneut hinter ein Lenkrad und fährt. Dieser letzte Vorfall ist noch nicht einmal Bestandteil der Anklage, als sich der Mediziner am Dienstag vor dem Amtsgericht Fritzlar verantworten muss. Das Gericht verhängt eine Haftstrafe, ausgesetzt zur Bewährung

Mehr in der WLZ vom 23.06.2016

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