Bad Wildunger Holzfachschule unterstützt Ruanda beim Aufbau eines Ausbildungszentrums

Bildungsexport ins Land der 1000 Hügel

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Michael Bücking, stellvertretender Leiter der Holzfachschule, bespricht mit Partnern vor Ort die Pläne für das Ausbildungszentrum im afrikanischen Staat Ruanda.

Bad Wildungen - Wildunger Fachkenntnisse sind international gefragt. Aktuell unterstützt die Holzfachschule den Aufbau eines Ausbildungszentrums im afrikanischen Staat Ruanda.

Der stellvertretende Schulleiter Michael Bücking stellte dieser Tage das Konzept vor, das er im Rahmen einer technischen Machbarkeitsstudie für ein Ausbildungszentrum vor Ort entwickelt hatte. Bücking reiste auch im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), die in Ruanda auch in der Berufsbildung engagiert ist.

Der Kontakt nach Ruanda war Mitte des Jahres 2013 entstanden, als der ruandische Staatsminister für technische Bildung, Albert Nysengiyumva, die Holzfachschule Bad Wildungen besuchte, um sich über die berufliche Bildung in Deutschland zu informieren (WLZ berichtete).

Austausch von Fachkräften

Bei der Führung durch die Schule war er von dem vorhandenen Know-how sowie den technischen Einrichtungen stark beeindruckt. Daraus resultierte auch sein Wunsch, mit Unterstützung aus Bad Wildungen die Neuausrichtung der beruflichen Bildung im Bereich Holzverarbeitung in seinem Heimatland anzugehen.

Bei diesem Vorhaben unterstützt die Holzfachschule die Afrikaner. Erster Schritt ist eine Machbarkeitsstudie für ein Holzkompetenzzentrum.

Zudem wollen die Bad Wildunger auch personell Schützenhilfe leisten. So besteht künftig auch für Absolventen der Holzfachschule die Möglichkeit, für einige Zeit an einer Tischlerschule in Ruanda bei der Ausbildung zu helfen und auf diese Weise wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Michael Bücking ist zuversichtlich, dass das Ausbildungszentrum in Ruanda ein Erfolg wird.

Und auch außerhalb der Holzfachschule wachsen inzwischen die Verbindungen aus Nordhessen in das „Land der tausend Hügel“, wie Ruanda oft genannt wird. Unter der Federführung des FingerHaus-Geschäftsführers Dr. Mathias Schäfer bildet sich gegenwärtig in der heimischen Region ein Netzwerk von Firmen und Initiativen. ­Dieses Zusammenwirken soll künftig den Austausch von Fachkräften und darüber hinaus die Förderung der beruflichen Bildung in Ruanda unterstützen, teilte Michael Bücking weiter mit. (r/höh)

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