Neuer Blickfang auf ehemaligem Bad Wildunger Gartenschaugelände

Blumeninsel als letztes Erbe

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Mitglieder des aufgelösten „Fördervereins Hessens schönster Garten“ trafen sich an der neuen Blumeninsel im Bornebachtal, die aus Mitteln ihres liquidierten Vereins finanziert wurde.

Bad Wildungen - Zwischen den Goldenen Gärten und den Sinnesgärten auf dem Landesgartenschaugelände ist ein neuer Blickfang entstanden - ein treppenartiges, drei-stufiges Mauerelement, dessen Etagen mit bunten Sommerblumen bepflanzt sind.

Genau an dieser Stelle kam beim Abriss der ehemaligen Staatsbadgärtnerei zur Vorbereitung der Landesgartenschau ein imposanter Goldregen-Strauch zum Vorschein. Er wurde von Planern und Gartenschauteam in die Umgestaltung des oberen Bornebachtals einbezogen.

Der barrierefreie Nebenweg zu den neu errichteten Toiletten an der Bornebachstraße wurde um den Strauch herum gebaut, der zur Blütezeit zu einem besonders oft fotografierten Motiv auf der Gartenschau wurde. Zugleich wurde er Namenspate für die „Goldenen Gärten“. Nach der Landesgartenschau ist der Goldregen mehr und mehr verkümmert und - wahrscheinlich durch Staunässe - schließlich eingegangen.

Die neue „Blumeninsel“ wurde aus dem Vermögen des aufgelösten Vereins „Förderverein Hessens schönster Garten“ finanziert, der im Jahr nach der Landesgartenschau auf Anregung des Magistrates und des damaligen LGS-Geschäftsführers Hans-Jürgen Kramer gegründet worden war.

„Schade, dass alles so gekommen ist“

Besondere Umstände führten im vergangenen Jahr zur Auflösung des rührigen Vereins. Dessen Mitglieder beschlossen in der letzten Versammlung, das Vereinsvermögen in Höhe von 25000 Euro an den Eigenbetrieb Staatsbad/Bad Reinhardshausen zu übertragen. Das Geld war zweckbestimmt für den Bau der vom Planungsbüro „plancontext“ in Berlin entwickelten Idee einer Blumeninsel.

Das Projekt soll neue Akzente setzen in der Geländemulde. Außerdem werden aus dem Vereinsvermögen noch vier Bänke entlang des Haupt-Kurparkwegs finanziert. Der restliche Teil der Vereinsfinanzen ist für Blumen, Bepflanzungen und Pflegearbeiten vorgesehen.

Dieser Tage trafen sich die ehemaligen Fördervereinsmitglieder an der Blumeninsel und zeigten sich angetan von dem neuen gestalterischen Element im LGS-Gelände. Bei dieser Gelegenheit erinnerten sie sich noch einmal an ihren Zusammenhalt im Verein „Hessens schönster Garten“, ihre ehrenamtlichen Pflegearbeiten von der Königsquelle bis zur Prozessquelle, die Ausrichtung der Feste „Schwungvoll in den Mai“, der Kuchenmeilen in und um das Glashaus und die Aktionen zur Grundreinigung des Aqua Chorus und der Sitzbänke.

Die ehemalige Vereinsvorsitzende Gisela Gandt bedauerte abschließend: „Schade, dass alles so gekommen ist und wir nicht mehr gemeinsam ehrenamtlich aktiv sind.“

Von Werner Senzel

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