Kasseler Forscher geben Einblick in Mammutaufgabe, die Bad Wildungen besonders interessiert

Die Briefe der Brüder Grimm in Buchform zu gießen, ist ein Generationenprojekt

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Einen schriftlichen Beweis gibt es bis dato nicht, aber vielleicht taucht irgendwann der "Brief der Briefe" auf, in dem die Brüder Grimm ihre Schneewittchen-Version in Bezug setzen zur Grafentochter Margarethe auf Schloss Friedrichstein und zum "Schneewittchendorf" Bergfreiheit mit seiner bergbaulichen Vergangenheit?

Die unzähligen Briefe der Brüder Grimm mit Kommentaren von Forschern in Buchform veröffentlichen: Diese Herkulesaufgabe haben sich Kasseler Wissenschaftler vorgenommen und wissen zugleich, dass wohl niemals alle diese Schriftstücke erfasst werden und sie selbst den Abschluss ihrer Arbeit nicht erleben.

Die drei Forscher gewähren einen Einblick hinter die Kulissen des Vorhabens. Die Wildunger und speziell die Bergfreiheiter schauen mit einem besonderen Blick darauf. Sie nehmen für sich in Anspruch, mit der Biografie der Grafentochter Margarethe und der Historie des ehemaligen Bergwerkortes Bergfreiheit den Grimms Inspirationen für ihr Schneewittchen-Märchen geliefert zu haben. Hauptberufliche Grimm-Forscher weisen das von sich, weil bislang kein schriftlicher Beweis aus der Korrespondenz der Brüder vorliegt, doch wer weiß, ob der - aus Wildunger Sicht - Brief der Briefe nicht doch irgendwann noch auftaucht?

Mehr in der WLZ-Ausgabe vom 25.8.2016

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