Stadtrat und Ex-Vizebürgermeister wird der Mitgliederversammlung vorgeschlagen

CDU-Vorstand plädiert für Ulrich Tent

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- Bad Wildungen (su). Stadtrat Ulrich Tent möchte als CDU-Kandidat bei der Bürgermeisterwahl gegen Amtsinhaber Volker Zimmermann antreten. Der CDU-Vorstand schlägt ihn als Kandidaten vor.

Das geht aus einem Schreiben an alle Mitglieder des CDU-Stadtverbandes hervor, das der WLZ-FZ vorliegt. Am 30. Juni vergangenen Jahres bildete der Vorstand um Vorsitzende Claudia Ravensburg demnach eine Findungskommission zur Auswahl eines Kandidaten. Die Ergebnisse des Gremiums seien in den folgenden Vorstandssitzungen beraten worden. Vor knapp drei Wochen habe die Parteispitze die Entscheidung gefällt, der Mitgliederversammlung Ulrich Tent vorzuschlagen. Die Versammlung findet statt am 24. Februar. „Der Vorstand ist davon überzeugt, dass Ulrich Tent sehr gute Chancen hat, die Bürgermeisterwahl erfolgreich zu bestehen“, heißt es in dem Schreiben.

Vor etwas mehr als sechs Jahren sah das noch anders aus. 2005 nominierte der Vorstand den damaligen Ersten Stadtrat Hans-Werner Derx. Ulrich Tent trat als Alternative in der Mitgliederversammlung an und unterlag knapp mit elf Stimmen Rückstand. Damals galt er als Hoffnung vor allem der jungen Garde in der Union, die nicht mit allen Entscheidungen und Haltungen der CDU in der auslaufenden Grieneisen-Ära einverstanden gewesen war. Der heute 47-Jährige geht gerade auch aufgrund dieser Vorgeschichte zurückhaltend mit seiner neuen Rolle als ein vom Vorstand designierter Kandidat um: „Die Mitgliederversammlung ist der oberste Souverän der Partei und bevor sie mich nicht nominiert hat, beziehe ich öffentlich keine Stellung“, antwortet er auf WLZ-FZ-Anfrage.

Zu zwei Aussagen lässt er sich dennoch bewegen. Sollte die Parteiversammlung ihn aufstellen, dann verspricht er einerseits Sachlichkeit in der Auseinandersetzung mit dem Amtsinhaber und andererseits, „dass der Wahlkampf sofort nach der Mitgliederversammlung beginnt“. Die Zeit bis zum 6. Mai ist schnell vergangen, die CDU schickt ihren Kandidaten spät ins Rennen.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 15. Februar

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