Bad Wildungen

Charmante Spritsäufer starten durch

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- Waldeck-Frankenberg (su). Ein ganz spezieller Benzingeruch waberte gestern Morgen durch die Wildunger Altstadt – in seiner typischen, strengen Art eindeutig alten Motoren entwichen. Um 9 Uhr startete die 17. ADAC-Oldtimerfahrt Hessen – Thüringen am Rathaus.

Sachkundige Schaulustige fanden sich zur frühen Stunde ein. Sie schauten mit Wehmut den Träumen ihrer Kinder- und Jugendtage hinterher, raunten sich untereinander zu, welche aus heutiger Sicht unanständigen Mengen an Sprit selbst kleinere alte Schätzchen wie ein VW-Käfer aus den 1960er Jahren schlucken – „ein Säufer! 12 bis 13 Liter auf 100 Kilometer.“ Oder sie berichteten sich, welche Prachtkarosse einst von einer Nachbarin oder einem Bekannten durch die Straßen gesteuert wurde.

Die Teilnehmer der Fahrt durften sich aufs Rundum-sorglos-Paket der Veranstalter freuen und nahmen es zu einem guten Teil schon vor dem eigentlichen Beginn in Anspruch. Auf dem Postplatz kümmerten sich die ADAC-Fachleute um das eine oder andere vierrädrige Sorgenkind, das nicht anspringen wollte oder nach dem Anlassen einen vernehmlichen Altershusten hören ließ. Die „Kiebitze“ am Straßenrand nutzten solche Anlässe gleich aus, um einen Blick über die Schultern der Mechaniker unter die Motorhauben zu werfen. Über 1000 Helfer aus den jeweiligen ADAC-Ortsvereinen sind an diesem Wochenende und an Pfingsten bei der nächsten Tour in Südhessen im Einsatz, um den Fahrern und Beifahrern die Freude am Fahren zu garantieren.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 4. Juni

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