14. Harley-Davidson-Treffen in Hemfurth lockt Besucher und Schaulustige an

Chopper und Rocker am Edersee

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Rad oder Krad? Bei der Ausfahrt der Motorradfreunde im Rahmen des Edersee-Meetings haben originelle Harleys und andere „heiße Öfen“ Vorfahrt.

Edertal/Waldeck - Urige Typen auf aufgemotzten Motorrädern kreuzten beim Edersee-Meeting durch das Wal­decker Land. Ob schrilles Outfit oder dröhnende Motoren - Auffallen ist Pflicht beim Stelldichein der Harley-Fans.

Die Kultmarke aus dem amerikanischen Milwaukee hat auch hierzulande eine große Fangemeinde. In fünf Baureihen kommt das sechstälteste Motorrad der Welt daher. Und wer beim Harley-Treffen am Edersee chromblinkende Chopper, Sportster oder Touring-Kräder bestaunte, stellte schnell fest: Kaum eine Harley, die nicht nach den Vorlieben ihres Eigentümers umgestaltet ist.

Totenköpfe am Lenkrad, eine barbusige Schönheit auf dem Tank, Zusatzscheinwerfer und kreativ bestückte Schutzbleche - die Fantasie kennt keine Grenzen. „Jede Harley ist ein Unikat“, weiß Lars Krippner, Moderator des Edersee-Meetings. Bei dem dreitägigen Fest schlugen nach seinen Worten etwa 2500 Motorradfreunde ihre Zelte im Lager am Hemfur­ther Eon-Gelände auf. Sie erlebten ein abwechslungsreiches Programm mit viel Live-musik und spektakulären Stunt-Shows auf der Kraftwerkstraße. Teils heftige Regengüsse­ trübten die Stimmung nicht. Obwohl am Freitag innerhalb kurzer Zeit über 30 Liter Regen pro Quadratmeter fielen, ging die Party weiter. „Davon lässt man sich nur temporär beeindrucken“, schmunzelt Krippner. Etwa 5000 Motorradfahrer nahmen nach Angaben des Moderators an am 14. Meeting teil, das Zündstoff-Wirt Stefan Brede organisierte. Auch etliche Tagesbesucher ließen sich von gelegentlichen Schauern nicht beeindrucken, die Veranstalter sprechen von insgesamt 14000 Besuchern beim Meeting am Edersee.

Ausfahrten führten in die Umgebung - in kleinen Gruppen oder bei der gemeinsamen Parade am Samstagnachmittag. Etwa 400 Motorradfahrer ließen ihre Maschinen an. Zahlreiche Schaulustige an der Strecke ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Über die Sperrmauer führte die Ausfahrt auf der Ederseerandstraße nach NiederWerbe, Sachsenhausen, Waldeck­ und wieder zurück auf das Veranstaltungsgelände in Hemfurth. Am Sonntag klang das Fest mit einem Biker-Gottesdienst aus.

„Wir hatten ein tolles Wochenende“, ist der Moderator des Meetings rundum zufrieden. Das 15. Treffen ist in Vorbereitung. Laut Krippner ist noch nicht entschieden, ob es nocheinmal auf dem Eon-Gelände stattfindet oder der Umzug auf den Bergheimer Festplatz vollzogen wird.

Die 14. Auflage geht aus Sicht der Wildunger Polizei als eines der ruhigsten Edersee-Meetings in die Geschichte ein. „Bis auf einen kleinen Zwischenfall ist alles ruhig verlaufen“, schildert ein Polizeisprecher. Aufgenommen wurde diesmal kein einziger Motorraddiebstahl. (höh)

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