80 Helfer von THW, DRK, Katastrophenlöschzügen und Feuerwehr trainieren für den Ernstfall

Deichbau im Kieswerk trainiert

+
Sandsäcke wurden für den Transport palettiert...

Bad Wildungen/Mehlen - Bei einer Katastrophenschutzübung trainierten 80 Helfer am ehemaligen Kieswerk in Mehlen die Deichverteidigung.

Die Katastrophenschutzlöschzüge Bad Wildungen und Waldeck, der THW-Ortsverband Bad Wildungen, der Betreuungszug des DRK-Kreisverbands Bad Wildungen sowie die Kameraden der Feuerwehr Bad Arolsen mit dem Gerätewagen Logistik Hochwasser übten im ehemaligen Kieswerk im Edertaler Ortsteil Mehlen ihre Schlagkraft.

In dem von Reinhold Best (Feuerwehr), Björn Münch (THW) und Kai Scheller (DRK) ausgearbeiteten Einsatzszenario galt es die einzelnen Komponenten im Hochwassereinsatz aufzubauen und sicher abzuarbeiten. Die Übung wurde unter der fachlichen Anleitung des Fachbeauftragten Hochwasser Johannes Seidl vom DRK Bad Wildungen durchgeführt.

Unter anderem übten die Helfer die Anfahrt zum Einsatzort im geschlossenen Verband, den Aufbau und Betrieb der in Bad Wildungen stationierten Sandsackfülleinrichtung, den Transport von Sandsäcken zur Verbaustelle, Deicherhöhung durch den Verbau von Sandsäcken, das Abpumpen von Sickerwasser sowie die Verpflegung, Verpflegungstransport und Betreuung von Einsatzkräften.

Kreisbrandmeister ,,Katastrophenschutz“ Bernd Ochse beobachtete die Übung und zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf. Wie wichtig das Zusammenspiel der Fachdienste gerade im Hochwassereinsatz ist, betonte Reinhold Best in der Abschlussbesprechung. Regelmäßige Übungen schaffen die Voraussetzungen, damit die Einsatzkräfte im Ernstfall den Herausforderungen gewachsen sind.

600 Sandsäcke in einer Stunde

Hintergrund: Mit der in Bad Wildungen stationierten Sandsackfülleinrichtung ist es möglich, mit dem Personal eines Löschzuges in einer Stunde etwa 600 Sandsäcke zu füllen und zum Transport zu palettieren.

Für den Ersteinsatz verfügt die THW-Ortsgruppe über 500 gefüllte Sandsäcke, die mit dem Lkw mit Ladekran auch an schwer zugängliche Stellen transportiert werden können.

Der in Bad Arolsen stationierte Gerätewagen Logistik Hochwasser des Landes Hessen verfügt über die nötigen Pumpkapazitäten, um eindringendes Wasser wieder zurückzupumpen. Sämtliche Komponenten stehen auch für den überörtlichen Einsatz zur Verfügung und können über die Leitstelle Wal­deck-Frankenberg angefordert werden. (r)

Kommentare