Lob für Rettungsorganisation bei Empfang in der Waldecker Station

DLRG eröffnet Wachsaison an den Seen

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Die DLRG-Wachsaison an den drei Waldecker Seen beginnt am 6. Juli. Links im Bild der bei einem Empfang hoch geehrte Rettungsdienstleiter Edersee, Klaus Schultze, recht Hessens DLRG-Präsident Thorsten Reus.

Edersee/Waldeck - Die DLRG Waldeck-Frankenberg hat die „Wachsaison“ an den drei Wal­decker Seen (Edersee, Diemelsee, Twistesee) mit einem Empfang für Vertreter aus Politik, Behörden, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden eröffnet.

Der Wachdienst an den drei Seen beginnt offiziell am 6. Juli und endet am 31. August. Schwerpunkt ist der Edersee, wo von insgesamt fünf DLRG-Stationen drei unterhalten werden mit Wachdienst rund um die Uhr (Waldeck, Rehbach, Fürstental). Rund 50 „Wachgänger“ sind im Einsatz.

Trotz aller Bemühungen sind Jahr für Jahr, insbesondere am Edersee, Todesopfer zu beklagen, 2012 waren es vier Ertrunkene.

Die Ferienzeit steht vor der Tür, die „weiße Industrie“ an den drei Seen hofft auf endlich schönes Sommerwetter. Der Edersee ist randvoll, eigentlich eine ideale Ausgangsposition für den ersehnten Gäste-Ansturm. Doch die Vorsaison in den drei Frühlingsmonaten litt bereits beträchtlich unter der oftmals schlechten Witterung. Falls sich die Großwetterlage nicht bald dauerhaft zum Besseren ändert, dürfte das Gesamtergebnis 2013 am Edersee mit einer wenig berauschenden Bilanz abschließen.

Hier einige Notizen vom DLRG-Startschuss in der Station Waldeck. Hessens DLRG-Präsident Thorsten Reus (Haiger) zeichnete zunächst ein DLRG-Urgestein am Edersee aus, den langjährigen Leiter des Wasserrettungsdienstes, Klaus Schultze (68). Seine DLRG-Karriere begann 1983 als Rettungsschwimmer. Seit Langem ist der Waberner, wie DLRG-Kreisverbandschef Klaus Kramer (Volkmarsen) hervorhob, „einer der Motoren hier am Edersee“. Der hessische Sozialminister würdigte diesen ehrenamtlichen Einsatz mit dem Rettungsdienst­ehrenzeichen der höchsten Stufe. Kreisverbandsvorsitzender Kramer zeichnete weiterhin von der Station Vöhl-Fürstental Dirk Jackenkroll für 40-jährige DLRG-Mitgliedschaft aus. Reus versicherte, alle Rettungsstationen an den drei Seen seien gut in Schuss, die Mannschaften hervorragend ausgebildet und motiviert, was der DLRG-Hilfseinsatz bei der Flutkatastrophe erst kürzlich unter Beweis gestellt habe. Reus forderte intensivere Bemühungen, Kindern das Schwimmen beizubringen: „Nur jedes vierte Grundschulkind kann schwimmen.“ Nicht nur die ganz Jungen sind gefährdet, Reus berichtete von einem weiteren Trend: „Jeder zweite Ertrunkene ist älter als 50.“

„Zuverlässig, kompetent“, mit diesen Worten lobte Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf die DLRG-Truppe in ihren roten Monturen. Dem schlossen sich weitere Grußredner an, zum Beispiel Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke: „Ein solches Ehrenamt ist mit Geld nicht zu bezahlen.“ Deutschendorf und Schultze sind optimistisch, dass das größte anstehende Projekt gestemmt werden kann, ein neuer Steg für die Station Fürstental (Kosten rund 65000 Euro). Allerdings dürfte die Realisierung erst im nächsten Jahr gelingen.(jm)

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