Edertal

Doku-Zentrum Edersee: Edertal will Projekt nicht alleine angehen

- Edertal (jm). Die ehrgeizigen Vorstellungen für das Projekt „Dokumentationszentrum Edersee“ gleichen für die Edertaler Gemeinde-politiker zum jetzigen Zeitpunkt einer Expedition ins Unbekannte.

Deshalb will man sehr vorsichtig in das schwierige Unternehmen einsteigen, wurde am Montag im Finanzausschuss deutlich. Klarheit besteht derzeit ausschließlich über den spätesten Fertigstellungstermin bis zum 100-jährigen Jubiläum der Sperrmauer in 2014. Nach Vorlage der „Vorstudie“ sollte der Ausschuss im Giflitzer Rathaus über die weitere Vorgehensweise beraten. Bald brachte es Harald Wieck, CDU, auf den Punkt: „Wir stochern hier im Nebel.“ So gut wie nichts ist bekannt, weder ungefähre Kosten noch der Standort oder die Trägerschaft, um nur einige der wichtigsten Aspekte zu nennen. Hier ein Überblick über den kargen Faktenstand, zunächst zu den Kosten: Ein Millionenprojekt wäre es aller Wahrscheinlichkeit nach, doch eher eine oder fünf Millionen? Oder noch mehr? Standort: So nah wie möglich an der Sperrmauer, dies halten alle für richtig. Zwei Favoriten zeichnen sich ab: das seit Jahren leer stehende „Haus Alexander“ im Hemfurther Ortsteil Edersee oder noch dichter an der Mauer der parkähnliche Hang zwischen „Alexander“ und dem Schiffsanleger Sperrmauer-West. Ein Bauwerk in den Hang hinein wäre wahrscheinlich zweistöckig, bei „Alexander“ wäre ausschließlich das Grundstück von Interesse, das alte Gebäude würde abgerissen.Trägerschaft: Allein will Edertal das Projekt nicht stemmen, es wäre, so Ausschussvorsitzender Wilhelm Hankel von der CDU, ein „unkalkulierbares Risiko“, insbesondere wegen des späteren Unterhaltungsaufwands. Auch andere Abgeordnete sehen das so. Harald Wieck, CDU: „Für Edertal eine Hausnummer zu groß.“

Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Mittwoch, 26. August 2009.

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