Edertal/Kassel

Dreckbrühe wird zu Trinkwasser

- Edertal/Kassel. Genial einfach, einfach genial – ein abgedroschenes Wort, aber auf den „Wasserrucksack“, der an der Universität Kassel entwickelt wurde, trifft es zu 100 Prozent zu.

Das findet auch der Wellener Künstler und Inhaber der Wohngalerie formidabel, Gerhard Hesse. Zum Geburtstag wünschte er sich von seinen Gästen keine Geschenke, sondern Spenden, um einen Wasserrucksack für Pakistan zu finanzieren. 1000 Euro kostet die Konstruktion, die Professor Dr. Franz-Bernd Frechen mit seinem Team am Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der Uni entworfen und realisiert hat. „Jeden Tag werden neue Themen in den Medien verbreitet. Wer denkt inzwischen noch an die Flutkatastrophe in Pakistan, die ungebrochen anhält?“, fragt sich Gerhard Hesse. Dabei seien Bildung und eine sichere Grundversorgung der Menschen das A & O, um Terrorismus die Basis zu entziehen, „und bei der Grundversorgung steht sauberes Trinkwasser an erster Stelle.“Der Wasserrucksack, der „PAUL“ heißt (Abkürzung für Portable Aqua-Unit for Lifesaving“, zu Deutsch: Tragbare, lebensrettende Wasser-Einheit), liefert in 24 Stunden 1200 Liter sauberes Trinkwasser, gefiltert aus dreckigstem Pfützen- und Brackwasser. Wer selbst einen Wasserrucksack stiften will oder über Einzelspenden die Aktion der Uni Kassel unterstützen möchte, findet weitere Infos im Internet unter www.wasserrucksack.de oder überweist seinen Beitrag unter dem Stichwort „Paul“ an den Förderverein Siedlungswasserwirtschaft, Konto 139609, Bankleitzahl 520 503 53, bei der Kasseler Sparkasse (Für Spendenbescheinigung Adresse angeben). (su)

Mehr lesen Sie in unserer Printausgabe vom 29.10.2010

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