Hemfurth-Edersee

Durchs Nebeltor in die urige Naturwelt

+

- Edertal-Hemfurth-Edersee (höh). Den Schwarzstorch am Schnabel fassen, auf Regenwürmern reiten und durch Baumhöhlen krabbeln – den Wald erleben Besucher im Buchenhaus am Wildtierpark aus ungewohnter Perspektive. Das neue Bildungszentrum des Nationalparks wurde am Freitag eröffnet.

Schulische Bildung, Ausstellungen und ein kundenfreundlicher Servicebereich für die Besucher des Wildparks finden sich laut Nationalparkleiter Manfred Bauer unter einem Dach. Aus dem früheren Fagutop wurde das moderne Buchenhaus.

Die 2,3 Millionen Euro seien gut investiert in die touristische und wirtschaftliche Entwicklung der Region Kellerwald-Edersee, urteilte die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich gestern zufrieden bei der Einweihung. „Hier ist viel Geld sinnvoll angelegt“, meinte auch Erster Beigeordneter Heinrich Biederbeck. „Die Gemeinde Edertal kann sich glücklich schätzen über dieses weitere Highlight.“

Mit der Ausstellung„NetzWerk“, das die Bedeutung der biologischen Vielfalt anhand der Wildtiere Luchs, Rothirsch, Uhu, Schwarzspecht, Rotmilan und Fledermaus aufzeigt, beteiligt sich der NABU Hessen an dem Projekt. „Wir wollen darauf hinweisen, wie wichtig der Nationalpark für den Schutz der Artenvielfalt ist“, erklärte Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) steuerte die Bodenschau „Geheimnisvolle Wildnis Waldboden“ bei. In 20facher Vergrößerung wird verborgenes Leben sichtbar, erläuterte Landesgeschäftsführer Christoph von Eisenhart Rothe. „Die Bodenschau zeigt, wie wild es in einem gesunden Boden zugeht“, verwies Peter Brandenburg, SDW-Landesvorstandssprecher, auf einen „nachhaltig wirkenden Umweltbildungsauftrag“. In der Wildnisschule Höhepunkt für Kinder ist das „Boggelreich“, das die geheimnisvolle Naturwelt eines urigen Buchenwaldes nachbildet. Besucher gehen durch ein Nebeltor und schlüpfen in die Rolle kleiner Fabelwesen, der „Boggel“, und sehen so den Wald aus ganz ungewohnten Blickwinkeln.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Samstag, 09. April.

Kommentare