250 Tonnen schwerer Synthesegaskühler auf Weser verschifft

Eine Welle für Korea

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Edersee - Zwei Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Edersee unterstützten den Transport von Synthesegaskühlern auf der Weser für einen Stahlhersteller aus Korea.

Der erste von drei 34 Meter langen und 250 Tonnen schweren Kühlern des Kasseler Unternehmens Alstom wurde vom Tieflager auf ein Wesertransportschiff in Hann. Münden verladen. Weitere zwei Schwertransporte im September und Oktober seien geplant, sagte Odeo Sigges vom Wasser- und Schifffahrtamt Hann. Münden. Das WSA hatte für den Transport bis zu 35 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus dem Edersee abgelassen. Der Wasserstand fiel um knapp einen halben Meter im immer noch fast vollen Stausee. Mit einem Teil der Abgabe werde der Weser-Pegel von 1,20 Metern unterstützt. Die Mehrabgabe für den Schwertransport, der 1,50 Meter benötigte, fiel dank neuer Regenfälle in der Nacht auf Sonntag geringer als geplant aus. Rund zwei Millionen Kubikmeter Wasser wurden aus dem Stausee abgelassen. „Das ist relativ gering“, so Sigges. Derzeit liege die Abgabe bei zwölf, der Zufluss bei 6,7 Kubikmeter pro Sekunde. Wenn sich die Niederschläge in nächster Zeit wie erwartet verringern, werde die Abgabe langsam gesteigert. - Die spektakuläre Verladeaktion lockte zahlreiche Schaulustige an die Weserumschlagstelle bei Hann. Münden. „Schwertransporte mit Gewichten von 500 Tonnen und Längen von bis zu 50 Metern gehören nicht auf die Straße sondern auf Wasserwege“, warb das Unternehmen auf Info-Zetteln.Alstom ist weltweit führender Entwickler und Hersteller für die Industrie und beschäftigt 450 Mitarbeiter. Die Produktfamilie der Sythesegaskühler sichere einen zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr. Voraussetzung für weitere in Aussicht gestellte Aufträge sei jedoch der Transport zu Hochseehäfen. Das sei mit einer Herabstufung der Oberweser zur „sonstigen Wasserstraße“ nicht in Einklang zu bringen, wurde Kritik an Plänen des Bundesverkehrsministeriums laut.

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