Langwieriges Genehmigungsverfahren endlich abgeschlossen: Schilder der Märchenstraße aufgestellt

Es war einmal ... im Schilderwald

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Seit sechs Jahren ist Bad Wildungen Mitglied der Deutschen Märchenstraße, nach dem langwierigen Genehmigungsverfahren wurden dieser Tage endlich die touristischen Hinweisschilder aufgestellt. Im Bild Benjamin Schäfer, Geschäftsführer der Märchenstraße, Bürgermeister Volker Zimmermann und Reckhard Pfeil vom Stadtmarketing.

Bad Wildungen - Bad Wildungen ist schon seit 2008 Mitglied der Deutschen Märchenstraße, touristische Hinweisschilder wurden aber erst in diesen Tagen aufgestellt. Verzögert wurde dies durch den bundesdeutschen Richtlinien-Dschungel für den Schilderwald an Straßen.

Geänderte Kompetenzen - erst Landes- und dann Bundesangelegenheit - und schließlich eine Neukonzeption der Richtlinien für touristische Weisung verzögerten das Genehmigungsverfahren. „Wir haben immer mal wieder bei den Behörden nachgefragt, und jetzt ist es endlich neu geregelt“, freut sich Reckhard Pfeil vom Stadtmarketing.

An fast allen Wildunger Ortseingängen wurden bereits die braun-weißen Schilder mit dem als Herz ausgeformten Kopf einer Märchenfee aufgestellt. In Bergfreiheit wird das Schild noch installiert. Ebenso fehle noch auf der Bundesstraße der wichtige Hinweis auf das Schneewittchendorf, ergänzte Bürgermeister Volker Zimmermann. „Die Edertalsperre ist ausgeschildert, aber Bergfreiheit fehlt noch.“

30 Millionen in aller Welt

Benjamin Schäfer, Geschäftsführer der Deutschen Märchenstraße, verweist auf das große Interesse an der Ferienstraße der Märchen, Sagen und Lengenden, die sich von Bremerhaven bis Hanau durch das Land schlängelt. „Jedes Jahr reisen Journalistengruppen aus aller Welt auf der Märchenstraße.“ Sie kommen unter anderem aus China, Japan und Brasilien. Die Werbewirksamkeit sei nicht zu unterschätzen. „Die Berichte erreichen rund 30 Millionen Leser weltweit.“

Eine durchgängige Beschilderung der Märchenstraße werde es in den nächsten Jahren leider nicht geben, bedauert Schäfer. Dies liege an den komplizierten Richtlinien der unterschiedlichen Bundesländer. Außerdem fehle es an Personal für die aufwendige Logistik.

Alle Anlauf- und Informationsstellen an der Märchenstraße sollen mit Schildern und Werbematerial ausgerüstet werden. Außerdem sei vorgesehen, die Route für Navigationssysteme zu digitalisieren.

Für Bad Wildungen sei die Märchenstraße ein wichtiger strategischer Partner, merkte Bürgermeister Zimmermann an. Neben dem Gesundheits- spiele auch der Erlebnistourismus eine immer größere Rolle.

Hintergrund

Die Deutsche Märchenstraße wird im Jahr 2015 40 Jahre alt. Die Ferienroute führt von der Brüder-Grimm-Stadt Hanau im Kinzigtal über 700 Kilometer bis nach Norddeutschland zu den Bremer Stadtmusikanten und dem Klabautermann in Bremerhaven.

Sie reiht die Lebensstationen der Brüder Grimm sowie Orte und Landschaften, in denen ihre Märchen beheimatet sind, zu einem Reiseweg aneinander. An der Märchenstraße liegen Städte wie Bad Wildungen mit dem Schneewittchenmuseum, Waldeck mit der Sage von den Zwergen vom Treustein, Fritzlar mit der Sage vom heiligen Bonifatius und der Donareiche und Wolfhagen mit dem Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein.(höh)

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