Auszeichnung für 47 Jahre ehrenamtliche Arbeit in der Kirchengemeinde

Elisabeth-Medaille für Marianne Heerd

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Bad Wildungen-Wega - Es gibt kaum einen evangelischen Bürger unter 50 Jahren in Wega, der nicht bei Marianne Heerd in den Kindergottesdienst gegangen ist: Seit 47 Jahren leitet sie ihn jeden Sonntag – nur in den Schulferien macht sie Pause. Diese Leistung hat die Landeskirche mit der Elisabeth-Medaille belohnt.

Die Kirche war so voll wie sonst nur an Weihnachten – und das lag nicht nur daran, dass die Gemeinde einen Festgottesdienst zum Erntedank feierte, wie der stellvertretende Ortsvorsteher Fritz Vaupel betonte. Denn der Erntedank-Gottesdienst war der Rahmen für die Verleihung der Elisabeth-Medaille an Marianne Heerd. Der Großteil der Menschen in den Bänken, auf der Empore und auf Klappstühlen im Gang war gekommen, um ihrer Würdigung beizuwohnen: Die meisten von ihnen waren einst selbst Kindergottesdienst-Kinder und haben ihren eigenen Bezug zu der Geehrten. „Gott hat uns Menschen geschickt, die unserer Seele gut tun“, sagte Pfarrerin Silvia Brusius als Einleitung für die Ehrung der 60-Jährigen.Dekanin Petra Hegmann, die die Nadel und die Medaille überreichte, dankte Marianne Heerd dafür, dass sie den Kindern der Gemeinde Gottes Liebe mit allen Sinnen vermittele. Sie betonte, dass die Elisabeth-Medaille eine der höchsten Auszeichnungen sei, die die Landeskirche vergibt.Seit 47 Jahren leitet Marianne Heerd den Kindergottesdienst. Angefangen hatte sie nach der Konfirmation, als sie Kindern biblische Geschichten vorlas. Von da, sagte Pfarrerin Silvia Brusius, sei es nur ein kleiner Schritt zur Mitarbeit in Familiengottesdiensten gewesen, die so gut besucht waren, dass die Kirche nicht groß genug war. Marianne Held begann, im Kindergottesdienst zu helfen. „Sie blieb und machte immer weiter“, sagte Brusius, „mal mit Hilfe, mal ohne“. Oft habe sie 15 bis 20 Kinder betreut und sei in Zeiten mit weniger Kindern immer optimistisch geblieben. „Das ist eine enorme Leistung, die man überhaupt nicht beschreiben kann“, sagte die Pfarrerin. (Von Andrea Pauly)Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der WLZ am Montag, 29. September.

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