Dorfgemeinschaftshaus in Mandern auf neuestem Stand

Energetisch runderneuert

Bad Wildungen-Mandern - Die Stadt Bad Wildungen setzt ihre Kampagne zur Energieeinsparung in öffentlichen Gebäuden fort. Aktuelles Projekt ist das energetisch runderneuerte Dorfgemeinschaftshaus Mandern.

Die zu Beginn der 60er-Jahre zum DGH umfunktionierte Manderner Schule in dem Wildunger Dorf an der Eder präsentiert sich nunmehr energetisch auf dem neuesten Stand mit einer „gedämmten“ obersten Geschossdecke sowie einer gedämmten Außenwand. Hinzu kamen neue Fenster und Außentüren sowie eine Heizung auf Holzbasis (Pellets). Bereits seit 2008 produziert eine auf dem Dach installierte Solaranlage (Photovoltaik) Ökostrom.

Wie Bürgermeister Volker Zimmermann mitteilte, lagen die Investitionskosten bei 105 000 Euro. 75 000 Euro beträgt der Zuschussanteil im Rahmen des sogenannten Investitionspakts von Bund und Land. „Das ergibt eine überschaubare Amortisation dieser ökologisch wie ökonomisch sinnvollen Aktion“, betonte Zimmermann.

Praktizierte Energieeffizienz und aktiver Klimaschutz sind neben Mandern bereits in den Stadtteilen Armsfeld (2011), Hüddingen (2012) und Hundsdorf (2013) realisiert worden.Der im Rathaus für Energieeinsparung zuständige Hans-Jürgen Kramer (Amt für Immobilienwirtschaft und Umweltschutz) machte bei einem Pressetermin darauf aufmerksam, dass in Mandern die Kriterien für eine energetische Altbausanierung bei Weitem die geforderten Kennzahlen der Energiesparverordnung (EnEV) unterschritten.

Zu erwarten sei eine Energieeinsparung um rund ein Drittel und dadurch Absenkung der Energiekosten um 57 Prozent von 5168 auf etwa 2200 Euro. Weiterhin ergebe sich als Beitrag für den Klimaschutz eine Reduktion der C02-Emisssionen um fast 85 Prozent. Kramer fügte hinzu: „Diese Maßnahmen sind auch ein kleines kommunales Wirtschaftsförderungsprogramm.“ Manderns Ortsvorsteher Jens Achterberg sagte: „Unsere Einwohnerschaft ist sehr froh über diese Sanierung.“ Beachtliche örtliche Beiträge leisteten die Manderner Feuerwehr mit etwa 80 Arbeitsstunden sowie an vorderster Front der unermüdliche „DGH-Betreuer“ Karl-Heinz Jungermann mit ebenfalls 80 Stunden für Malerarbeiten. Laut Jungermann ist das DGH Mandern gut ausgelastet.

Die Gebäudedämmung hat übrigens nicht nur in der kalten Jahreszeit positive Auswirkungen. An heißen Tagen wie derzeit ist sie gleichfalls nützlich. „Früher herrschten bei so einem Wetter Saunatemperaturen im DGH-Saal“, berichtete der Ortsvorsteher.

Braucht man eigentlich in jedem Stadtteil ein Gemeinschaftshaus? – Bürgermeister Volker Zimmermann beantwortete diese provozierende Fragestellung ähnlich wie bei den Feuerwehren in den Dörfern eindeutig: „Diese Diskussion führen wir in Bad Wildungen nicht.“ (jm)

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