Edersee:

Ernüchternder Einblick hinter die Kulissen der Tatort-Produktion

- Edersee. Schauspieler als Traumberuf ist für heimische Statisten kein Thema mehr, die beim „Tatort“ am Edersee interessante Eindrücke von einer Fernsehproduktion gewannen.

Geduld und langer Atem sind gefragt, das erfuhren acht Komparsen, die am Mittwoch ihrem Auftritt entgegenfieberten. Nach dreistündigem Warten kamen Isabell Mitze aus Schmittlotheim und ihr aus Höringhausen stammender Freund Dominik Henkelmann zum Zuge. Die beiden 18-Jährigen wurden in Mantel und Jacke eingekleidet und stellten ein Liebespaar dar, das bei der Ankunft des Kommissars an der Sperrmauer lehnte. „Wir mussten eigentlich nur rumstehen“, beschreibt der Höringhäuser nüchtern seine Eindrücke von der ersten „Filmrolle“ in seinem Leben. Nach mehreren Proben wurde richtig gedreht – immer wieder dieselbe Szene. „Ziemlich langwierig“, stöhnt Dominik. Mit der Wartezeit vor dem Auftritt hat das Paar fünf Stunden investiert für höchstens fünf Sekunden Sendezeit. Als Statist würde er auf jeden Fall nochmal anheuern, sagt der Höringhäuser. „Aber als Berufswunsch würde ich die Schauspielerei nicht bezeichnen.“

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