Geringes aber ernsthaft interessiertes Publikum besucht Premiere

Erste Wildunger Messe "Pflege live" mit gemischter Bilanz

+
Auszubildende der Werner-Wicker-Klinik Reinhardshausen versetzten sich im Rollstuhlparcours vor der Wandelhalle in die Rolle von Patienten.

Bad Wildungen. Ein interessiertes Publikum stellte viele qualitätvolle Fragen, fand sich insgesamt aber in einer zu kleinen Zahl ein. Diese Bilanz zogen Aussteller und die Veranstalter von Arbeitsagentur Korbach und Asklepios-Bildungszentrum nach der Premiere der Messe „Pflege live“ in der Wildunger Wandelhalle.

„Das war ein erster, gelungener Schritt“, befand Andreas Schmelzer, Teamleiter der Arbeitsagentur Korbach. „Es gibt eine Fortsetzung . Über Rhythmus und Veränderungen werden wir reden“, kündigte Mizrab Akgöz an, Leiter des Asklepios-Bildungszentrums. „Es hat vielleicht Sinn, das Spektrum rein von der Pflege auf Sozialberufe insgesamt auszuweiten“, ergänzte seine Stellvertreterin Michaela Grebe.

30 Schulen und 2400 Eltern in den Kreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder waren angeschrieben worden. Die Resonanz in den Altersklassen, die sich mit einer möglichen beruflichen Zukunft auseinandersetzen, fiel dennoch gering aus. Unter anderem wahrscheinlich, weil der Anteil derer, die sich für Pflegeberufe interessieren, nicht sehr groß ist und deswegen keine ganzen Schulklassen Ausflüge zu einer derart speziellen Messe planen. 

Einen Schub habe „Pflege live“ aber den Auszubildenden der Kliniken und anderen Einrichtungen gebracht, die sich präsentierten, ist Akgöz sicher: „Sie traten selbstbewusst und sehr offen auf.“ Ein junger Pfleger in Ausbildung etwa zog vor Landrat Dr. Reinhard Kubat eine Bettpfanne hervor und meinte: „Unser Beruf umfasst viel mehr als das hier.“ Damit verwies er auf viele Pflege- und Hilfsmitteln, die hochprofessionell zu verwenden sind, und auf eine Menge Info-Material, das Pflegeschülerinnen und -schüler auf einem Tisch zusammengestellt hatten.

Mehr in der WLZ vom 23.05.2016

Mehr zum Thema

Kommentare