Info-Spaziergang zwischen Kurschatten und Quellenhof am 2.September

Experten geben Auskunft zur Allee

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Wie geht es mit der Allee in Zukunft weiter? Antworten darauf liefert ein Spaziergang mit Experten am 2. September.:

Bad Wildungen - Die Zukunft der altvertrauten Lindenallee treibt viele Wildunger um, denn die Stadt will nach und nach erkrankte Bäume fällen und junge nachpflanzen. Am Morgen des Blumenkorso-Sonntages besteht Gelegenheit zu einem Info-Gang über die Allee mit Fachleuten.

Die Stadtverwaltung lädt für 11 Uhr dazu an den Kurschattenbrunnen ein. Anlass ist der 360-jährige Geburtstag der Flaniermeile. Sie gilt als eine der ältesten Kurstadtalleen Deutschlands und darüber hinaus.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sie viele Veränderungen erfahren, bis sie ihr heutiges Antlitz erhalten hat. Zweifel an Notwendigkeit

„Diese 360-jährige Geschichte sollte Anlass sein, über die Vergangenheit – aber insbesondere auch über die Zukunft – der Allee nachzudenken“, meint Bürgermeister Volker Zimmermann, der wegen der geplanten Aktionen bei vielen Wildungern in der Kritik steht. Sie bezweifeln, dass die heutigen Bäume tatsächlich mit ihren mehr als 100 Jahren die Altersgrenze erreicht haben, zumeist krank sind und ersetzt werden müssen.

Der Info-Spaziergang am 2. September führt vom Kurschattenbrunnen bis zum Hotel Quellenhof. Kulturhistorische und siedlungsökologische Gesichtspunkte sollen vorgestellt und diskutiert werden.

Bei dem geführten Spaziergang stehen allen Interessierten folgende Fachleute Rede und Antwort: Dr. Fred Kaspar vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Münster, tätig im Referat Bauforschung der Abteilung für Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen. Kaspar ist Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Kur- und Bademuseen“ und hat sich beruflich intensiv mit der besonderen Architektur von Kurstädten beschäftigt.

Stadtprägend in vielen Kur- und Badestädten sind Alleen als Promenaden. Eine der ältesten Europas Kaspar ist der Ansicht, dass die Lindenallee in Bad Wildungen die älteste in einer europäischen Kurstadt und überhaupt eine der ältesten Alleen in Europa ist. Bernhard Weller, Leiter der Städtischen Museen Bad Wildungen, berichtet unter anderem davon, dass die Allee aus dem Jahre 1652 als Beschattung für den Verbindungsweg vom Sauerbrunnen (Georg-Viktor-Quelle) zur Stadt angelegt wurde und über die Jahrhunderte trotz mehrerer Umgestaltungen Bestand hat.

Er gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Allee und deren Bebauung Olaf Florin, Fachagrarwirt für Baumpflege und Baumsanierung – Kassel, und Hans-Jürgen Kramer, Leiter des Amtes für Immobilienwirtschaft und Umweltschutz der Stadt Bad Wildungen, geben Auskunft zum Zustand und zur Vitalität der Krimlinden-Allee und deren Pflege- und Entwicklungskonzeption für die Zukunft.

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