Bad Wildungen

Falsch gewendet und durchgebrannt

- Bad Wildungen. Morgens halb zehn in Bad Wildungen. Während andere frühstücken, befindet sich die Feuerwehr am Montag im Dauereinsatz.

Erst in einem eher kuriosen Fall, dann in einer Angelegenheit, die ohne das rasche Eingreifen der Brandschützer zu schweren Schäden hätte führen können. Gegen 9.20 Uhr ging der Notruf zweier junger Frauen bei der Leitstelle ein. Sie hatten mit ihrem Wagen in Hundsdorf am Ortsausgang Richtung Armsfeld wenden wollen und waren dabei mit dem Pkw seitlich über die Kuppe einer Böschung gerutscht. Laut Wildunger Feuerwehr trauten sich die zwei nicht auszusteigen, weil sie fürchteten, das Auto könne dann umstürzen. Die herbeigeeilten Helfer vom Stützpunkt hielten das Auto fest, so dass die zwei Frauen heil aus dem Auto gelangen konnten. Sie kamen mit einem kleinen Schrecken davon. Ein Abschleppdienst barg in der Folge den Wagen.

Kaum waren die Feuerwehrleute wieder eingerückt, mussten sie zum zweiten Einsatz. Gegen 10 Uhr erhielten sie die Nachricht von dichter Rauchentwicklung im Haus "An der Mauer 10", direkt am Bürgerpark Alter Friedhof. Die Ursache des Qualms: Ein Kaminofen. Nach Angaben von Stadtbrandinspektor Ralf Blümer und seinem Stellvertreter Frank Volke war vermutlich der Abzug, der sich durch das gesamte, alte Haus zieht, an einer oder mehreren Stellen undicht. Dadurch waren Balken einer Zwischendecke so starker Hitze ausgesetzt, dass sie an mehreren Stellen beim Eintreffen der Feuerwehr richtiggehend durchgeglüht waren. Die Helfer waren schnell genug vor Ort und brachten den Schwelbrand auch unter Einsatz von Atemschutz unter Kontrolle. (su)

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