Festakt anlässlich der Umbenennung der Mühlenstraße in Günter-Hartenstein-Straße

Familie stiftet Günter-Hartenstein-Preis

Bad Wildungen - Die Familie des Reinhardshäuser Klinikpioniers stiftet künftig den „Günter-Hartenstein-Preis“. Die Auszeichnung soll vergeben werden für besonders innovative Leistungen auf dem Gebiet der Reha-Medizin.

Vorgestellt wurde der Preis im Rahmen eines kleinen Festaktes im Wildunger Badehotel, dessen Anlass die Umbenennung der bisherigen Reinhardshäuser Mühlen- in Günter-Hartenstein-Straße war.

Jens Hartenstein, einer der Geschäftsführer des Familienunternehmens, bedankte sich bei der Stadt und bei Bürgermeister Volker Zimmermann für die hohe Ehrung und für die Gelegenheit, noch einmal des Lebenswerkes seines Vaters zu gedenken.

Zimmermann betonte die Bedeutung von Günter Hartenstein für Bad Wildungen. Er unterstrich den Mut, den Humor und „die herausragende soziale Einstellung des Unternehmers.Die Stadt Bad Wildungen kann stolz darauf sein, dass hier eine Straße nach ihm benannt ist.“

Von der Kur zur Reha

Zimmermann bedankte sich bei der Familie Hartenstein, dass sie die Tradition des Firmengründers ungebrochen weiterführe. Dr. Axel Reimann, Direktor der Deutschen Rentenversicherung Bund, fand anerkennende Worte für die stets vorbildliche Haltung von Günter Hartenstein in der mehr als 50-jährigen Zusammenarbeit. Er beschrieb den Wandel von der Kur zur heutigen hochqualifizierten Rehabilitation und würdigte Hartensteins Engagement und Verdienste um die medizinische Rehabilitation.

Größte Urologie-Reha

Professor Dr. Ullrich Otto, Chefarzt der Urologie in den Hartenstein-Kliniken Quellental und Birkental, schilderte in seinem Vortrag unter anderem mit sehr persönlichen Worten, wie der Firmengründer ihm ermöglicht habe, seine Vorstellungen von urologischer Rehabilitationsmedizin zu verwirklichen. Diese Zusammenarbeit führte dazu, dass die Kliniken Hartenstein heute Deutschlands größte Abteilung für urologische Rehabilitation bildeten und vielfach mit wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet worden seien.

In Anlehnung an das offiziell ausgegebene Unternehmensziel, stets fachmedizinische Betreuung auf dem aktuellen Wissensstand zu leisten, riefen Familie und Geschäftsführung den „Günter-Hartenstein-Preis“ ins Leben.

Abgerundet wurde der Festakt durch den dokumentarischen Filmbeitrag „Günter Hartenstein - ein Leben“ von Eberhard Mehm.

Zur Person

Günter Hartenstein war Gründer des heute vier Rehabilitationskliniken umfassenden Familienunternehmens Kliniken Hartenstein. Unter seiner Leitung wurden im Stadtteil Reinhardshausen die vier Fachkliniken Reinhardstal, Wildetal, Quellental und Birkental erbaut und betrieben, mit einer Gesamtkapazität von 900 Patienten.

Über 600 Mitarbeiter behandeln hier Patienten mit den Krankheitsbildern Urologie, Uro-Onkologie, Orthopädie und Psychosomatik. Kennzeichnend für das Unternehmen sind die hohe fachmedizinische Qualität und die herzliche Atmosphäre. Günter Hartenstein verstarb 2008 im Alter von 85 Jahren, die Kliniken werden heute in zweiter Generation in der Tradition des Firmengründers weitergeführt.(r)

Kommentare