Plakataktion soll auch Nicht-Feuerwehrleute zum Mitmachen animieren

Feuerwehr umwirbt Neubürger

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BKW-Geschäftsführer André Boos, Frank Volke, Ralf Blümer und Bürgermeister Volker Zimmermann sind überzeugt vom Erfolg der Plakatwerbeaktion, die Erwachsene zum Mitmachen im Brandschutz animieren soll, speziell zugezogene Feuerwehrleute.

Bad Wildungen - „Wenn’s einem gut geht, muss man etwas tun“, damit es so bleibt, sagt Frank Volke, Wehrführer des Wildunger Stützpunkts.

Sie befand sich Mitte der 90er Jahre von der Ausstattung her und personell in glänzender Position. „Da gründeten wir die Jugendfeuerwehr“, erinnert Volke. Ergebnis: Ein Drittel der 63 Feuerwehrleute der Einsatzabteilung stammt mittlerweile aus der eigenen Nachwuchsarbeit.

Um diese Stärke auch in Zukunft zu halten, setzt die Wildunger Feuerwehr an einer weiteren Stelle den Hebel an, erklärt Stadtbrandinspektor Ralf Blümer:

„Zum Einen wollen wir Erwachsene ansprechen, die noch keinen Kontakt zur Feuerwehr haben, um sie zum Mitmachen zu motivieren. Zum Zweiten wollen wir uns besonders an Zugezogene wenden, die in ihrer alten Heimat einer Feuerwehr angehörten.“

Seit Oktober fahren deshalb auf den zentralen Linien 1 und 2 des Stadtbusses zwei Fahrzeuge für die Brandschützer Reklame. Plakate an der linken Seite werben für den Eintritt in die Feuerwehr mit dem Slogan „Deine Stadt. Deine Sicherheit.“

Ein drittes Plakat prangt an der Rückseite des Vorauslösch-Fahrzeuges, sodass die Feuerwehr auch selbst für sich die Trommel rührt. Auf den Fotos sind zwei Angehörige der Wildunger Einsatzabteilung abgelichtet.

„Wir wissen zwar nicht, ob es an dieser Aktion liegt, aber wir haben in den letzten Monaten drei Eintritte von Neubürgern zu verzeichnen“, berichtet Ralf Blümer. Angesichts von durchschnittlich 800 Menschen jährlich, die sich für Bad Wildungen als ihren künftigen Wohnsitz entscheiden, stecke in dieser Zielgruppe ein großes Potenzial.

Jeder erwarte schnelle Hilfe im Notfall, ergänzt Frank Volke, „und wir wollen die Leute für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst begeistern.“ Es gehe darum, den Menschen deutlich zu machen, was sie zur Sicherheit in der Stadt mit eigenen Händen und dem eigenen Verstand beitragen könnten: „Wir haben keinen Grund, leise zu treten.“

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