Aus internationalem Samba-Festival wird ein Fest südamerikanischer Rhythmen

Fiesta auf der Brunnenmeile

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Wildungens erste „Fiesta del Sol“ – das wird der Wahnsinn, davon sind Gereon Schoplick, Dirk Wöhler und Holger Niesceri aus dem Organisationsteam von AWWiN“ und Stadtmarketing überzeugt.Foto: Höhne

Bad Wildungen - Das internationale Samba-Festival ist Geschichte, Musik und Lebensfreude bleiben jedoch weiterhin erhalten. Weniger Samba und dafür mehr südamerikanische Rhythmen sieht das weiter entwickelte Konzept des Musikfestes vor. Ab 2015 heißt es „Fiesta des Sol“, vom 4. bis 6. September steigt die Premiere.

Aktionsgemeinschaft Wildunger Wirtschaftsförderung (AWWiN!) als Veranstalter und das Stadtmarketing bedauern sehr, dass der einstige Ideengeber, Wegbereiter und unermüdliche künstlerische Leiter des bisherigen Sambafestivals, Jürgen „Lemmi“ Lehmann ab 2015 nicht mehr zur Verfügung stehen möchte. Bernd Ulrich (AWWiN!): „Er hat das Samba-Festival in 2001 ins Leben gerufen und es siebenmal durchgeführt mit ständig wachsendem Erfolg.“ Das längst etablierte Festival soll trotzdem weiter geführt werden. „Samba in Nordhessen gehört einfach zu Bad Wildungen“, waren sich die Verantwortlichen von Stadtmarketing und AWWiN! einig. Im Wechsel mit dem Blumenkorso lockt es alle zwei Jahre im Spätsommer viele Tausend Besucher in die Kurstadt.

In Gemeinschaftsarbeit wurde ein neues Festivalkonzept gestrickt. „Wir wollen jetzt andere Wege gehen“, kündigt Dirk Wöhler (AWWiN!) an. Die Neuauflage verknüft bewährte Angebote mit neuen Akzenten und nimmt Anregungen der Bevölkerung auf. Der vielfach kritisierte Bauzaun wird abgeschafft, da kein Eintritt erhoben wird. Lediglich der Besuch des Konzertprogramms im Festzelt auf dem Parkplatz Brunnenallee 1 ist kostenpflichtig.

Wie bisher auch erstreckt sich die Marktmeile mit Bühnen und Aktionsfläche vom Quellenhof bis zur Rendezvous-Bushaltestelle, erklärt Holger Niesceri. Musik und Stimmung sollen das südamerikanische Lebensgefühl zum Ausdruck bringen, diese typische Mischung aus Sommer-Feeling, Lebensfreude und Musik. Deshalb lautet der neue Titel des Latin- und Sambafestivals „Fiesta del Sol“.

Auf den farbenprächtigen Umzug auf der Brunnenallee am Sonntagnachmittag mit Musikgruppen, Baterias und Tanzgruppen müssen die Bad Wildunger nicht verzichten. Laut Gereon Schoplick vom Stadtmarketing wirken knapp 25 Sambagruppen aus dem In- und Ausland mit sowie bis zu zehn Tanzgruppen, die südamerikanische Showtänze präsentieren - von Reggae bis Salsa. „Das bringt Abwechslung in den Festzug“, ist Reckhard Pfeil vom Stadtmarketing überzeugt. Auch die beliebten „Mühlengeister“, die von Anfang an mit dabei sind, wollen wiederkommen.

Heiße Salsa und Son-Cubano-Nacht

Das Musikprogramm ist deutlich vielseitiger und trifft - so hoffen die Organisatoren - den Geschmack einer größeren Fangemeinde. Denn vielfach wurde bislang die Meinung geäußert: „Samba ist schön, aber derselbe Trommelrhythmus von morgens bis abends ist doch etwas eintönig.“

Zwei besondere Abendveranstaltungen sind auf der Konzertbühne am Parkplatz geplant. Am Freitag tritt die Santana-Coverband „Los santanos“ auf, am Samstag steigt eine heiße Salsa- und Son Cubano-Nacht mit der kubanischen Formation „Soneros de Verdad“.

Ausführlichere Informationen und Tickets unter www.sambadwildungen.de, www.badwildungen.de.

Von Conny Höhne

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