Sieben neue Geräte im Kurpark Reinhardshausen trainieren alle Muskel- und Gelenkgruppen

Fitnessparcours für alle Generationen

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Wildungen-Reinhardshausen - Plötzlich erfüllt ein Prasseln den Kurpark, als ginge ein Schauer feiner Hagelkörner auf ein Wellblechdach nieder.

Doch es ist eine große Gruppe von Reha-Patienten, die mit Nordic-Walking-Stöcken am neuen Fitness- und Motorikparcours vorbei marschiert. „Der Parcours wird bereits von einigen Kliniken für Therapien genutzt“, nimmt Bürgermeister Volker Zimmermann den Ball auf, als er gestern Morgen gemeinsam mit Vertretern des Seniorenbeirats und des Gemeinde-, Kur- und Verkehrsvereins die sieben Geräte des neuen Fitness-Angebotes offiziell ihrer Bestimmung übergibt.

Anfängern wird geraten, die Übungen an jeder Station zwischen einer und fünf Minuten lang zu absolvieren. Trainierteren Zeitgenossinnen und -genossen werden Einheiten zwischen fünf und zehn Minuten empfohlen. Die Geräte aktivieren in der Summe alle Muskelgruppen und Gelenke des Bewegungsapparates. Viele gleichen dem, was sich in Fitness-Studios findet, nur bewegt sich der Sportler hier an der frischen Reinhardshäuser Luft zwischen Prozessquelle und Quellentherme.

Die Reinhardshäuserin Alexandra Marszalek nutzt das Angebot seit zwei Wochen täglich. Jeden Morgen legt sie auf ihrer Nordic-Walking-Runde einen Stopp im Fitness- und Motorikpark ein, um die Übungen zu absolvieren. „Sehr gut. Besser geht es nicht“, lautet ihr Kommentar zu den Geräten. Ein ähnliches Lob hat Irmgard Vollmer vom Seniorenbeirat von zwei anderen Frauen gehört, „einer 50-Jährigen und einer 80-Jährigen“. Der Beirat hatte sich in der Vergangenheit für das Projekt eingesetzt, das vor Jahren vom Gemeinde-, Kur- und Verkehrsverein unter dem Arbeitstitel „Senioren-Spielplatz“ vorgeschlagen worden war.

„Ein generationenübergreifender Fitness-Park ist daraus geworden“, unterstreicht Annette Lambertz vom Wildunger Sozialamt. 24?000 Euro Gesamtkosten 24?000 Euro inklusive des Aufbaus haben die sieben Geräte gekostet, die aus Stahl und Edelstahl mit spezieller Versiegelung gefertigt sind. Die beweglichen Teile laufen auf hochwertigen Lagern, erläutert Markus Küster vom Bauamt. Die Bad Reinhardsquelle übernahm die Kosten. Jochen Troschke vom Kur- und Verkehrsverein zeigt sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Ergebnis und freut sich auf weitere neue Projekte für das Reha-Zentrum. Vergessen sind nun die Anfangsprobleme mit dem Vorhaben. Die beauftragte Spielgerätefirma aus Bayern hatte die Stationen ursprünglich zugekauft und montiert. Dieser erste Parcours überstand die Prüfungen der Stadt nicht und wies erhebliche Mängel auf. Das Unternehmen reagierte, indem es die Geräte wieder abbaute und die neuen selbst herstellte.

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