22 Jugendliche erhalten Zertifikate des Start-up-Kurses für kirchliche Jugendarbeit

Die „Fledermäuse“ begeistern

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Sie gestalten die Zukunft der Kirchengemeinden mit: junge Frauen und Männer, die den Start-up-Kursus bei Pfarrerin Kerstin Palisaar und Jugendarbeiterin Johanna Mienert absolviert haben und am Sonntag ihre Zertifikate erhielten.

Edertal-Bergheim - Fledermäuse aus dem Kirchturm verjagen? Taufe und konfirmiere sie - dann lassen sich die Flattertiere garantiert nie wieder sehen. Pfarrerin Kerstin Palisaar zitierte den bekannten Witz am Sonntag im „Start up“-Gottesdienst.

„Start up“ ist das Projekt, das die Kreisjugendpfarrerin mit Jugendarbeiterin Johanna Mienert im zweiten Jahr für Jugendliche anbot, die gerade eingesegnet worden sind. Ziel: Sie weiterhin für das Leben in der Gemeinde, speziell für die kirchliche Jugendarbeit, zu interessieren und ihnen Gelegenheit zu gegen, dieses Leben mitzugestalten: ob bei der Churchnight, den Ferienspielen oder anderen Gelegenheiten.

Es funktioniert, sagen die beiden Initiatorinnen. Den ersten Start-up-Kursus absolvierten neun Mädchen und Jungen, die 2012 ihre Zertifikate nach zwölf Monaten entgegennahmen. Am vergangenen Sonntag waren es 22 junge Leute, die obendrein in einem Zusatzseminar die JugendleiterInnencard erwarben.

„Jugendliche sind heute schwer dafür zu begeistern, jede Woche an ein oder zwei festen Terminen ehrenamtliche Arbeit zu leisten. Für Projektarbeit wie die Ferienspiele oder andere Angebote sind sie aber offen“, schildert Kerstin Palisaar die Erfahrungen, die sie gemeinsam mit Johanna Mienert im Zuge der „Start up“-Kurse macht. Kerstin Palisaar: „Wir sind überzeugt: Diese Jugendlichen sind unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter von morgen!“

Die Jugendlichen wiederum bringen durch ihre Mitwirkung frischen Wind in die Gemeindearbeit, ziehen Kinder und deren Eltern mit und begeistern so weitere Gemeindemitglieder mitzuziehen. Am Gottesdienst beteiligten sich die 2013er Start-up-Absolventinnen und -Absolventen mit einer eigenen Aufführung. Und ihre Nachfolger für den nächsten Kursus standen schon bereit, wurden offiziell von der Pfarrerin ins Programm aufgenommen.

Über ein Jahr lang treffen sie sich nun alle drei Wochen für drei Stunden. Eine gemeinsame viertägige Freizeit zählt ebenso zum Programm wie das Juleica-Aufbauseminar über ein Wochenende.

Inhalte des Kursus sind beispielsweise das Arbeiten mit Gruppen, Aufsichtspflicht, Haftung und Versicherung, Kindeswohlgefährdung, Organisation, Planung, Religionspädagogik, Umgang mit Konflikten, Rhetorik und Kommunikation oder Spielpädagogik.

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