Bewährtes Konzept, neuer Ort: Musikfestival am 26. und 27. Juli erstmals im Kurpark an der Wandelhalle

„Folk im Schloss“ wird „Folk im Park“

Alasdair Fraser und Natalie Haas spielen mit Geige und Cello schottische Folksongs.

Bad Wildungen - Ab sofort lautet das Motto nicht mehr „Folk im Schloss“: Das zweitägige Musikfestival findet in diesem Jahr zum ersten Mal im Kurpark statt. Die Bands spielen in der Muschel. Und sollte es regnen, ist ein Umzug in die Wandelhalle kein Problem.

Zum 18. Mal findet das internationale Festival für Folk und Weltmusik in Bad Wildungen statt. Die Organisatoren vom Staatsbad Bad Wildungen und dem Kultursommer Nordhessen haben bei der Konzeption die bewährten Faktoren beibehalten: Es gibt wieder ein Motto - „Die See: Neue Sounds von Nord- und Ostsee“ – und auch die Bands und Künstler sollen wieder hochkarätig und abwechslungsreich sein. Organisator Gereon Schop­lick ist begeistert von den Ensembles und Sängern, die zugesagt haben. Musik und Interpreten aus Skandinavien und Nordwesteuropa gestalten das Programm. Sie zeichnet laut Gereon Schoplick aus, dass sie nicht nur musikalisch hervorragend ausgebildet sind, sondern sich auch „ohne Scheuklappen“ mit der traditionellen Musik ihrer Heimat auseinandersetzen.

Und doch wird diesmal alles anders sein: Anstelle des Innenhofs von Schloss Friedrichstein wird der Kurpark vor der Wandelhalle zur Konzertarena (WLZ berichtete). Nach Angaben von Bürgermeister Volker Zimmermann soll das keine Ausnahme sein, sondern wird in Zukunft voraussichtlich so bleiben.

Grund für den Ortswechsel ist die Überschneidung mit Hochzeitsfeiern, die an den Wochenenden im Sommer für die Gastronomie im Schloss bedeutend sind. Zimmermann gab dem Gastronom im Schloss Rückendeckung für seine Entscheidung für die wirtschaftlichere Alternative: „Es ist wichtig, dass er die Veranstaltungen hat, die es tragfähig machen.“ Zudem sei der Park „unglaublich reizvoll“ und auch der Hessische Rundfunk sei für seine Aufzeichnung in Kurpark und Wandelhalle gut aufgehoben. Als positiven Punkt bewertete Zimmermann außerdem, dass der neue Veranstaltungsort direkt an der Buslinie liege und somit leicht zu erreichen sei.

Neben dem neuen Standort gibt es eine weitere Premiere: Erstmals wird das Festival von einer gebürtigen Bad Wildungerin eröffnet. Die Harfenistin Stefi Clar gestaltet den Auftakt am Freitag, 26. Juli. Sie spielt und singt Eigenkompositionen mit folkigen Einflüssen, aber auch Coverversionen bekannter Popsongs. Begleitet wird sie von Frieder Krauss auf der Geige. Danach geht es weiter mit Dánjal, einem Pianisten von den Färöer Inseln, der Blues und Balkan, Klezmer und nordischen Folk zu einer ganz eigenen Art der Musik miteinander vermischt. Ebenso unkonventionell ist die Zusammensetzung seiner Band, zu der Mandoline, Klarinette und Bassklarinette sowie Bass und Schlagzeug gehören. Am Samstag steht zunächst die finnische Akkordeonspielerin Johanna Juhola mit ihrer Band Reaktori auf der Bühne der Konzertmuschel. Dort trifft Tango auf Elektronik und traditionelle finnische Klänge. Mit Alasdair Fraser aus Schottland und Natalie Haas aus den USA hat die Staatsbad GmbH ein Duo verpflichtet, das Gereon Schoplick als „Highlight“ ankündigt: Die Kombination aus einer jungen Cellistin und einem altgedienten Folkgeiger verspricht Spannung und Abwechslung.

Für das Festival inklusive Marketing, Technik und Gagen gibt die Staatsbad GmbH etwa 24 000 Euro aus. Einen Teil davon übernehmen die beiden Hauptsponsoren, die Waldecker Bank und der Heizungsbauer Jürgen Weste. Beide signalisierten, die Veranstaltung auch in den nächsten Jahren finanziell zu unterstützen.

Folgendes Programm ist geplant:

Freitag, 26. Juli: 20 Uhr: Stefi Clar spielt auf der Harfe und singt dazu; danach: Dánjal und Band präsentieren charismatische Singer-Songwriter-Musik mit Einflüssen aus Klezmer, Folk und Pop.

Samstag, 27. Juli: 18 bis 19 Uhr: Bei Johanna Juhola und ihrer Band Reaktori aus Finnland trifft Tango auf Elektronik.

19.30 bis 20.45 Uhr: Alasdair Fraser und Natalie Haas präsentieren Scottish Folk mit Geige und Cello.

21.15 bis 22.30 Uhr: Helene Blum und Harald Haugaard und Band stehen mit Folk aus Dänemark auf der Bühne.

Karten gibt es für 17 Euro pro Abend oder 25 Euro für das Wochenendticket in der Touristinformation in Bad Wildungen, Telefon 0800/7910100 (gebührenfrei) oder beim Kultursommer Nordhessen, Telefon 0561/98839399. (apa)

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