Mit Hilfe des Programms „Aktive Kernbereiche“ in Kooperation mit Wildungen/Edertal

Fritzlar gestaltet Marktplatz neu

Fritzlar - Was den Wildungern ihr Scharnier ist, ist den Fritzlarern ihr Marktplatz. Für dessen Umgestaltung stellte Bürgermeister Hartmut Spogat die Pläne nun vor. Das Projekt läuft im Rahmen des Programms „Aktive Kernbereiche“.

Für dieses Förderpaket des Landes hatte sich Fritzlar vor Jahren im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit gemeinsam mit Bad Wildungen und Edertal beworben. Während in der Kurstadt die Umgestaltung des Scharniers auf den dritten und letzten Bauabschnitt zusteuert, während Edertal die Aufträge für den Umbau der Bahnhofstraße Bergheim/Gif-litz vergeben hat und vor dem Spatenstich steht, befindet sich Fritzlar noch relativ in der Startphase.

Der Marktplatz ist die gute Stube der Domstadt und lädt nicht nur zum Verweilen ein, sondern bildet auch den Rahmen für Veranstaltungen verschiedenster Couleur. Fingerspitzengefühl ist daher gefragt, wenn es um eine Umgestaltung geht, denn das Fritzlarer Aushängeschild soll weiterhin in seiner ganzen Fachwerkpracht glänzen, meinen die Bürger.

Mit Spannung wurde daher der Entwurf der Kasseler Planungsgemeinschaft PLF erwartet, der bei einer Sitzung der lokalen Partnerschaft dem Publikum vorgestellt wurde. Demnach soll die bisherige kulturelle Spielwiese durch eine fest installierte Bühne in der Nordwestecke des Platzes vor der Spitzengasse ersetzt werden. Die bespielbare Fläche umfasst etwa 40 Quadratmeter. Außerdem sind für das neue Podest Sitzstufen und ein Belag aus Basalt geplant. Der Beton an den Randflächen des Marktplatzes muss großformatigem Natursteinpflaster weichen.

Die Planer schlagen Basaltplatten aus der Eifel vor, denn diese weisen nicht nur eine griffige Oberfläche auf, sondern schonen als kostengünstige Variante auch die Stadtkasse. „Das Material aus der Eifel ist eine Basaltlava.

So etwas haben wir in Nordhessen leider nicht“, erklärte Landschaftsarchitekt Andreas Schmidt-Maas. Damit soll ein verbesserter Gehkomfort für alle Altersgruppen zu jeder Jahreszeit erreicht werden.

Des Weiteren sieht der Plan vor, das Mauersegment vor der Kreissparkasse durch eine Treppenanlage zu ersetzen. Das charakteristische Kopfsteinpflaster in der Mitte bleibt dagegen erhalten. Am 21. März stimmen die Stadtverordneten über den Entwurf ab. Ende Mai könnten die Bauarbeiten beginnen, und bis zum Weihnachtsmarkt soll das neue Gewand des Altstadt-Kleinods fertig sein. „Im Haushalt 2013 sind 610?000 Euro angesetzt. Davon erhalten wir aus dem Landesprogramm 70 Prozent Förderung“, erläuterte Bürgermeister Hartmut Spogat.

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