Edertaler Grundschule arbeitet mit neuem Lieferaten fürs Mittagsmahl zusammen

Ein ganzer Tag fürs leckere Essen

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Isabel Ledesma (rechts) und Schulleiterin Dörte Grell überzeugten die jungen Mittagsgäste davon, dass griechisches Ofengemüse und Spinatauflauf richtig lecker sein können.Foto: Schuldt

Edertal - Was haben Wikinger Leiff Eriksson, Uganda, die Post und das Mittagessen an der Edertaler Grundschule gemeinsam?

Sie alle boten gestern Anlass zum Feiern. Die USA erinnerten am Leiff Eriksson-Tag an den Wikinger, der vor 1000 Nordamerikas Küste bereiste. Uganda beging seinen Nationalfeiertag, die Vereinten Nationen den Welt-Posttag - und die Edertaler Grundschüler feierten „Hessens Tag der Schulverpflegung“ mit.

„Und was gibt´s?“, wollte ein Drei-Käse-Hoch von Schulleiterin Dörte Grell wissen. „Was die Deutsche Gesellschaft für Ernährung als Rezept für heute empfiehlt: griechisches Ofengemüse.“

Iiiiiiiiiiih!, tönte es spontan aus mehreren Kehlen. Zumal die Alternative „Spinatauflauf“ traditionell kaum mehr Begeisterung bei Kindern auslöst.

Dörte Grell und mit ihr Isabel Ledesma vom neuen Essenslieferanten der Schule konnte das nicht entmutigen. Und tatsächlich. Nachdem sie erst probiert hatten, schmeckte es den meisten Tischgästen überraschend gut.

Eine wachsende Zahl von Schulen stellt sich in Hessen dem Thema Mittagessen, weil viele Schüler erst nachmittags nach Hause fahren oder gehen. Die Edertaler Grundschule bietet die Versorgung seit zwei Jahren an und hat zum Schulbeginn zum zweiten Mal den Anbieter gewechselt.

Neuer Lieferant setzt voll und ganz auf Bio-Zutaten

Der neue Lieferant aus Wolfhagen setzt voll auf Bio-Produkte und überzeugte durch Kostproben. „Seitdem essen auch Kolleginnen und Kollegen wieder hier“, berichtet Dörte Grell. Beim Vorgänger lag eines der Probleme in der frühen Anlieferzeit am Vormittag. Zwei Stunden in der Warmhaltebox verleihen keinem Menü größeren Charme.

„Eine weitere Herausforderung besteht in der Abrechnung“, fügt die Schulleiterin hinzu. Bezahlen über die Schule, direkt über den Anbieter, über Speisepläne und Guthabenkarten, über Abo und Abmelden frühmorgens um 7 Uhr, falls das Kind doch nicht isst - all diese Varianten hat die Schule getestet.

Der Königsweg war bislang nicht darunter. Dörte Grell hofft, dass mit dem neuen Anbieter alles läuft wie gebuttert. Er ist nach den Sommerferien gestartet. Wie bisher nehmen 60 bis 70 von rund 260 Mädchen und Jungen das Angebot wahr. Der Vertrag mit dem Unternehmen aus Wolfhagen wurde aber nur möglich, weil die Schule gemeinsam mit der Kindertagesstätte aus Mehlen auf eine ausreichend große Zahl an Essen kommt. „Die Kita hatte uns angesprochen, weil sie ebenfalls einen neuen Lieferanten suchte“, sagt Dörte Grell.

Von Matthias Schuldt

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