Bad Wildungen

Gartenmarkt ist schon am Ende

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- Bad Wildungen (su). Zwei Muttertage lang zog der Pflanzen- und Gartenmarkt Besucher an die Wildunger Wandelhalle. Damit ist nun Schluss. Die Fördergesellschaft des hessischen Gartenbaus, der Wildunger „Förderverein Hessens schönster Garten“ und das Wildunger Stadtmarketing haben die eigentlich geplante dritte Ausgabe abgesagt. Das bestätigten Thomas Södler von der Gartenbaugesellschaft und Ute Kühlewind vom Stadtmarketing.

Ursprünglich vorgesehen für das Ereignis war der 14./15. Mai, also das Wochenende nach dem Muttertag. Mit dieser Terminwahl hatten die Veranstalter bereits bei der Manöverkritik im vorigen Jahr auf die zu schwache Nachfrage reagiert. An Muttertag konkurrieren viele Angebote in der Region miteinander. Die Händler hatten sich nach dem Markt 2010 heftig über mangelnde Umsätze beschwert. Södler hatte damals der Stadt vorgehalten, zu wenig Werbung für das Ereignis geschaltet zu haben.„Über diesen Punkt werden wir uns mit Herrn Södler sicherlich nicht einig. Wir sehen das einfach anders“, meint Ute Kühlewind.

In Folge der öffentlichen Kritik Södlers setzten sich alle Beteiligten damals erneut an einen Tisch und kamen zu dem Schluss, den Garten- und Pflanzenmarkt 2011 mit einem neuen Konzept und einem sogar erweiterten Angebot an den Start zu bringen. So sollte es eine Schau in der Halle geben und die Sprechstunde eines „Pflanzen-Doktors“ für das Publikum. Im Herbst und zum Jahresende kam die Runde weitere Male zusammen. Statt die verkündeten Ideen weiterzuentwickeln, legten die Verantwortlichen die Pläne für den Garten- und Pflanzenmarkt aber zu den Akten. „Wir sind inzwischen davon überzeugt, dass ein solches Konzept an der Wildunger Wandelhalle nicht funktioniert“, liefert Ute Kühlewind zur Erklärung. Die Menschen kämen in erster Linie zum Flanieren und Schauen in den Kurpark. „Wenn sie Pflanzen für den Garten einkaufen wollen, tun sie das in unserer Region an anderen Stellen“, ist Ute Kühlewind überzeugt. Blumenhöfe und Baumärkte seien für die Kunden Anlaufadressen erster Wahl: Vorfahren mit dem Auto, einladen und dann zu Hause einpflanzen.

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