Empfindlichkeit der Menschen ist gestiegen und trotzdem fußt das Phänomen auf mehr als einem Gefühl

Gedanken kreisen um den Verkehrslärm in Bad Wildungen

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Auf dem neuen Stadtring fließt der Verkehr besser als früher, doch in puncto Lärm bringt das wohl nichts, im Gegenteil.

Bad Wildungen. Bei vielen Bewohnern der Wildunger Kernstadt herrscht Unmut über den aus ihrer Sicht angewachsenen Verkehrslärm. Doch was ist dran an dieser Behauptung? Eine Tatsache lässt sich nicht bestreiten: Verkehrslärm bewegt sich in der Regel deutlich unterhalb der Schwelle, ab der Schalldruck mechanische Schäden am Gehör verursacht. Die Belastung durch den Verkehr liegt vielmehr in der Belästigung, die jede(r) Einzelne subjektiv beim Hören von Motoren- und Rollgeräuschen registriert. Empfindlichkeit gestiegen Die Empfindlichkeit der Menschen ist nachweislich angestiegen, sagen Experten. Trotzdem spricht manches dafür, dass die Beschwerden der Kernstadt-Anwohner auf einer breiteren Grundlage als persönlichen Eindrücken fußen. Nach dem Treffen mit verärgerten Bürgerinnen und Bürgern vorige Woche erkundigte sich Bürgermeister Volker Zimmermann bei Mitarbeitern, die in der Kernstadt wohnen: „Ergebnis: Alle bestätigten mir, dass es besonders rund um den Riesendamm deutlich lauter geworden sei.“ Als Ursache kommen mehrere Entwicklungen in Frage: zu schnelles Fahren an mehreren neuralgischen Punkten in der Stadt, die Zunahme des Verkehrs in den zurückliegenden 20 Jahren oder Folgen des Trends hin zu breiter werdenden Reifen. Abhilfe? Tempo 30 mit Einschränkungen, Radarkontrollen, Flüsterasphalt.

Mehr in der WLZ vom 3.8.2016

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